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Radio Hamburg

Schiffsunglück "Costa Concordia"

Fünf weitere Opfer geborgen

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Die verunglückte "Costa Concordia".

Nach dem Schiffsunglück in Italien haben die Behörden die Zahl der Vermissten deutlich nach oben korrigiert - von 14 auf 29. Jetzt wurden fünf weitere Opfer geborgen.

Hamburg - Die Suchtrupps haben am Dienstagmorgen (17.01.2012) eine weitere Leiche gefunden. Die Zahl der offiziellen Todesopfer ist damit auf 7 gestiegen. Unter den Vermissten sind auch 12 Deutsche. Auch im überfluteten Teil des vor der Insel Giglio liegenden Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia suchen Taucher immer noch nach Vermissten und möglichen Überlebenden.

Fünf weitere Opfer

Außerdem haben die Behörden die Zahl der Vermissten nach oben korrigiert. Diesen neuen Angaben zufolge werden 29 Menschen von Bord der Costa Concordia vermisst. 25 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder. Italienische Medien berichten, dass mindestens ein Deutscher unter den Todesopfern ist. Am Dienstagmittag (17.01.2012) wurden fünf weitere Leichen von Tauchern geborgen.

Auf einer Pressekonferenz hier in Hamburg hat Costa-Deutschland-Chef Heiko Jensen Aufklärung versprochen. Noch wird die Black Box des auf einen Felsen aufgelaufenen Kreuzfahrtschiffes ausgewertet. Allerdings geht Jensen bislang davon aus, dass menschliches Versagen zu dem Unglück geführt hat: Der Kapitän soll  zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Brücke gewesen sein und das Schiff manuell gesteuert haben, offenbar ist er von der eigentlichen Route einfach abgewichen.

Jensen: "Nach den uns vorliegenden Informationen, hat der Kapitän die Route eigenmächtig geändert."

Entschädigung für Passagiere

Passagiere, die an Bord des Unglücks-Schiffes gewesen sind, sollen eine Entschädigung bekommen, die mit jedem verhandelt wird. Jensen dazu: "Ein Teil der Gäste war in der Lage, aus der Kabine, aus dem Safe alle Habseligkeiten noch mitzunehmen. Ein Teil der Gäste ist direkt aus der Bar oder aus dem Restaurant zu den Rettungsbooten gegangen. Sofern können wir hier keine Pauschale, zum jetzigen Zeitpunkt, nennen.

Dass die Crew nicht gut genug geschult worden ist, und es deshalb bei der Evakuierung Probleme gegeben hat, sieht Costa-Deutschland-Chef Heiko Jensen nicht so: "Das eine Situation wie diese nicht reibungslos abläuft und weitab von einer Situation, die man trainiert, sein wird - ich glaube, dafür hat man Verständnis."

Auf einer Pressekonferenz hier in Hamburg hat Costa-Deutschland-Chef Heiko Jensen Aufklärung versprochen. Noch wird die Black Box des auf einen Felsen aufgelaufenen Kreuzfahrtschiffes ausgewertet. Allerdings geht Jensen bislang davon aus, dass menschliches Versagen zu dem Unglück geführt hat: Der Kapitän soll  zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Brücke gewesen sein und das Schiff manuell gesteuert haben, offenbar ist er von der eigentlichen Route einfach abgewichen.

Jensen: "Nach den uns vorliegenden Informationen, hat der Kapitän die Route eigenmächtig geändert."

Webcam "Costa Concordia"

Eine Webcam sehen Sie unter www.kielmonitor.de .

Bilderstrecke: Fotos der Tragödie

Schiffsunglücke der letzten zehn Jahre

  • Februar 2006: Die Al-Salam Boccaccio 98 ist am 2. Februar 2006 im Roten Meer gesunken. Auf der Fähre von Saudi-Arabien nach Ägypten war ein Feuer ausgebrochen. Von den 1.414 Personen an Bord überlebten nur 388 Menschen das Schiffsunglück.

  • April 2007: Nach einem Navigationsfehler sank vor dem Hafen der griechischen Insel Santorin das Kreuzfahrtschiff „Sea Diamond“. Bei dem Schiffsunglück sind zwei Passagiere ertrunken. Rund 1.500 Menschen konnten gerettet werden.

  • November 2007: Bei dem Schiffsunglück des Kreuzfahrtschiffes „Explorer“  am 23. November 2007 konnten alle 100 Passagiere, sowie alle 54 Besatzungsmitglieder gerettet werden. Das Schiff hatte im Morgengrauen vor der argentinischen Küste einen Eisberg gerammt.

  • Juni 2008: Die „Princess of the Stars“ kentert am 22. Juni 2008 während des Taifuns Fengshen auf dem Weg von Manila nach Cebu City. Über 700 Menschen sind ums Leben gekommen.

  • März 2010: Das Kreuzfahrtschiff „Louis Majesty“ kam vor der spanischen Costa Brava in einen Sturm. Die bis zu acht Meter hohen Wellen zertrümmerten Teile des Kreuzfahrtschiffes. 16 Passagiere wurden verletzt. Ein 69-jähriger Deutscher, sowie eine 52-jährige Italienerin kamen ums Leben.

  • Juli 2011: Das russische Kreuzfahrtschiff und Ausflugsboot „Bulgaria“ ist im Juli 2011 auf der Wolga gesunken. Bei dem Schiffsunglück starben 122 Menschen.

  • Oktober 2010: Das Kreuzfahrtschiff „Costa Classica“ kollidierte vor dem Hafen der chinesischen Metropole Shanghai mit einen Frachtschiff und erlitt etwa elf Meter oberhalb der Wasserlinie einen ca. 20 Meter langen und bis zu 1,40 Meter hohen Riss. Dabei wurden zehn Passagiere verletzt.

  • September 2011: Am Morgen des 15. September 2011 kam es zu einem Brand im Maschinenraum der Nordlys. Das Passagier- und RoRo-Schiff wollte gerade im Hafen der norwegischen Stadt Ålesund anlegen. Bei dem Brand kamen zwei Besatzungsmitglieder ums Leben. 16 Menschen wurden durch Rauchgase leicht verletzt. Beim Ziehen des Schiffes an den Hafenkai kam es zu einem 38 Zentimeter langen Riss im Rumpf, das Schiff drohte zu kentern.