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Radio Hamburg

Norwegen gedenkt Opfern

Ein Jahr nach dem Breivik Attentat

Oslo, 22.07.2012
Trauer in Norwegen

In ganz Norwegen wird heute der Opfer der Anschläge gedacht. (Archivbild)

Am 22. Juli 2011erlebte Norwegen einen der schrecklichsten Tage seiner Geschichte: Anders Breivik tötete an diesem Tag 77 Menschen bei zwei Anschlägen. Ein Jahr danach gedenkt das Land der Opfer.

Mit einer Kranzniederlegung am schwerbeschädigten Regierungsgebäude in Oslo und stillem Gedenken auf der Fjordinsel Utøya hat Norwegen die 77 Opfer der Terroranschläge vor einem Jahr geehrt. Ministerpräsident Jens Stoltenberg hielt am Sonntagmorgen eine Rede, in der er davon sprach, wie viel Leid der Attentäter über das ganze Land gebracht hat. Gleichzeitig habe er aber sein eigentliches Ziel verfehlt: "Seine Bombe und seine Schüsse sollten Norwegen verändern. Das norwegische Volk hat geantwortet, indem es zu den eigenen Werten stand“, sagte Stoltenberg vor dem Hochhaus, in dem bis zum Bombenanschlag auch sein Arbeitsplatz war.

Nur Betroffene auf Utøya

Vor genau einem Jahr hatte der rechtsradikale Anders Breivik zunächst eine Bombe in der Osloer Innenstadt gezündet und war dann auf die Ferieninsel Utøya gefahren, wo er um sich schoss und 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers tötete. Im Prozess um die Attentate wurde  lange darüber gestritten, ob Anders Breivik für schuldfähig gehalten werden kann. Das Urteil soll am 24. August gefällt werden. Auf Utøya, wo strenge Sicherheitsvorkehrungen herrschen, trauern heute Angehörige und Betroffene des Anschlags.

"Liebe hält ewig“

Stoltenberg forderte seine Landsleute auf, weiter die unmittelbar nach dem Anschlag gezeigte Reaktion der Toleranz und gegenseitiger Wärme sowie ohne Hass zum Ausdruck zu bringen. Er sagte: "Heute sollten wir einander daran erinnern, dass Liebe ewig anhält. Das Gute und die Freude lassen sich nicht auslöschen.“ In der Hauptstadt stand nach der Kranzniederlegung ein Gedenkgottesdienst und am Abend ein Konzert vor dem Rathaus geplant. Bei Veranstaltungen in ganz Norwegen werden mehr als hunderttausend Teilnehmer erwartet.

(dpa)