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Radio Hamburg

Nur ein Überlebender

54 Tote bei Flucht aus Libyen

Genf, 11.07.2012
Libyen Italien Mittelmeer

Von Libyen aus versuchten Flüchtlinge die Küste Italiens zu erreichen.

54 Menschen sterben bei dem Versuch von Libyen nach Italien zu gelangen. Nur ein Passagier überlebt die Flucht auf einem Schlauchboot.

Schreckliches Flüchtlingsdrama im Mittelmeer: Auf einem Schlauchboot versuchten 55 Menschen von Libyen nach Italien zu gelangen. Nur ein Mann überlebte die Flucht. Der Überlebende stammt aus Eritrea und konnte am Montagabend vor der tunesischen Küste in letzter Minute gerettet werden - das berichtet das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR. Er wird derzeit in einem tunesischen Krankenhaus behandelt. Alle anderen Passagiere sind auf der 15-tägigen Reise verdurstet.

Einige tranken Meerwasser

Bereits Ende Juni waren die Afrikaner in Libyen aufgebrochen, schon nach einem Tag war die italienische Küste in Sichtweite. Doch durch starke Winde wurden die Flüchtlinge wieder aufs offene Meer hinaus getrieben, erzählte der Überlebende den UN-Mitarbeitern. Zudem verlor das Schlauchboot offenbar zunehmend Luft. Besonders dramatisch: An Bord gab es wenig Wasservorräte und dadurch, dass das Boot vom Kurs abkam, spitzte sich die Situation zu - die meisten Flüchtlinge verdursteten.

"Ich musste mit ansehen, wie einer nach dem anderen starb (...) Aus Verzweiflung tranken einige von uns sogar Meerwasser", berichtet der einzige Überlebende. Er konnte sich bis zu seiner Rettung an einem Benzinkanister und den Überresten des Bootes festklammern.

Mehr als 1300 Menschen haben nach UN-Angaben in diesem Jahr bereits die Reise von Libyen nach Italien gewagt. Etwa 1000 schafften es bis Malta. 170 Menschen aus Nordafrika starben bei dem Versuch, Europa zu erreichen.

(dpa/mst)