Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Russland

Mindestens 150 Tote nach Überschwemmungen

Krimsk, 08.07.2012
Russland Flut Karte

Die meisten Opfer gab es in Krimsk (rot markiert), der Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk (blau markiert) musste den Betrieb einschränken.

Bis jetzt sind die Opferzahlen auf über 150 Menschen angestiegen, die den Überschwemmungen und Unwettern in Russland zum Opfer fielen.

Mehr als 150 Menschen fielen im russischen Krasnodar flutartigen Wassermassen zum Opfer. Es handelt sich um die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Durch zwei Tage anhaltende Regenfälle kam es in dem Feriengebiet zu meterhohen Flutwellen und Schlammlawinen, die viele Anwohner im Schlaf überraschten.

Wie konnte es dazu kommen?

Jetzt stellt sich die Frage, ob die Bewohner der Region früh genug gewarnt worden sind. Außerdem wollen Ermittler prüfen, ob aus einem Stausee abgelassenes Wasser zu dem Unglück beigetragen hat. Kremlchef Wladimir Putin forderte bei einem Blitzbesuch am Katastrophenort rund 1.200 Kilometer südlich von Moskau eine Untersuchung. Etwa 1.500 Rettungskräfte waren im Dauereinsatz. Augenzeugen berichteten von rund sieben Meter hohen Wellen, die in die Orte hineingeschossen seien. Binnen weniger Stunden verloren Tausende Bewohner ihr gesamtes Hab und Gut. Das schlammige Hochwasser überflutete etwa 5.000 Häuser, rund 22.000 Menschen waren ohne Strom. In mehreren Städten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen.

In Krimsk mindestens 140 Opfer

Allein im Bezirk Krimsk seien etwa 140 Menschen ertrunken, hieß es. Mindestens zwei Menschen starben in Russlands größtem Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk, der wegen des massiven Sturms den Betrieb einschränken musste. Neun Touristen kamen im Küstenort Gelendschik ums Leben, davon fünf an Stromschlägen.

3.000 Menschen in Sicherheit gebracht

"An eine solche Katastrophe kann sich hier niemand erinnern",  sagte Gebietsgouverneur Alexander Tkatschow sichtlich erschüttert. Rund 3.000 Menschen seien aus dem Gebiet in sichere Unterkünfte gebracht worden, teilten die Rettungskräfte mit. Bewohner der Region warfen den Behörden vor, die Schleusen eines nahen Stausees geöffnet und damit das Hochwasser mit verursacht zu haben. Ermittler räumten zwar ein, dass Wasser abgelassen wurde. Dies sei aber nicht der Grund für die Überschwemmungen gewesen, hieß es.

(pov/dpa)