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Radio Hamburg

Afghanistan

Soldat erschießt 16 Zivilisten

Afghanistan Google Maps

Ein US-Soldat hat im Süden Afghanistans scheinbar ein Blutbad unter Zivilisten angerichtet.

Ein Soldat der US-Armee hat in der südafghanischen Provinz Kandahar möglicherweise bis zu 16 Zivilisten erschossen.

Kabul, 11.03.2012

Ein US-Soldat soll in Afghanistan viele Zivilisten erschossen haben. Ein Sprecher der Provinzregierung sagte der Nachrichtenagentur dpa, nach ersten Informationen habe der Soldat am Sonntagmorgen (Ortszeit) im Distrikt Pandschwai "10 bis 15 afghanische Zivilisten" getötet. Die Internationale Schutztruppe Isaf bestätigte einen Zwischenfall mit mehreren getöteten Afghane sowie die Festnahme eines US-Soldaten. Einzelheiten nannte sie jedoch nicht.

Ein afghanischer Reporter, der anonym bleiben wollte, sprach von mindestens 16 Toten. "Es sieht so aus, als ob er (der US-Soldat) von Haus zu Haus gegangen ist und sie (die Bewohner) kaltblütig erschossen hat", sagte er nach einem Besuch des Tatorts. Nach dem Vorfall hätten sich zahlreiche Menschen vor dem US-Stützpunkt versammelt, um gegen die Ermordung der Dorfbewohner zu protestieren.

Wie aus westlichen Sicherheitskreisen verlautete, verließ der US-Soldat vor Sonnenaufgang seinen Stützpunkt. In einem Dorf sei er dann in mehrere Häuser eingedrungen und habe die Bewohner erschossen. Anschließend habe er sich gestellt. Den Angaben zufolge soll der Soldat unter psychischen Problemen gelitten haben. Die BBC berichtete, es soll sich um einen Unteroffizier einer Spezialeinheit handeln. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Die Nato-geführte Isaf bedauerte den Vorfall und kündigte eine gemeinsame Untersuchung mit den afghanischen Behörden an. Auch die US-Botschaft in Kabul verurteilte die Tat und versprach, den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der mutmaßliche Täter befinde sich in Gewahrsam der internationalen Truppen.

(dpa)