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Radio Hamburg

EM ist weiterhin Streitthema

Mehrheit der Deutschen spricht sich für Boykott aus

Angela Merkel 660x500

Ein Großteil der Deutschen findet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister der EM fernbleiben sollen.

Der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungs-Chefin Julia Timoschenko geht es offenbar schlechter. Die Stimmen für einen EM-Boykott werden entsprechend lauter.

Nachdem die EU-Kommission unter der Führung des Kommissionspräsident José Manuel Barroso sich bereits am Donnerstag (03.05.) geschlossen für ein Fernbleiben bei der Fußball EM in der Ukraine ausgesprochen hatte, wurde nun eine Umfrage veröffentlicht, in der sich auch ein Großteil der Deutschen für den politischen Boykott aussprechen. Der Protest richtet sich gegen die schlechte Behandlung der Oppositionsführerin Julia Timoschenko, die sich in Gefangenschaft befindet. Dreiviertel der befragten deutschen Bevölkerung sprachen sich im Deutschlandtrend dafür aus, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister der EM fernbleiben sollten.

Sportlicher Boykott weiter fraglich

Für einen sportlichen Boykott, der Mannschaften und sportliche Funktionäre betreffen würde, stimmen dagegen nur rund ein Drittel der Befragten. Auch Hans Joachim Watzke, Geschäftsführer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund, hält nichts von einem sportlichen Boykott der Europameisterschaft. Man nehme den Menschen in der Ukraine damit die Freude an der EM und „wer glaubt, dass man damit den Herrn Janukowytsch schädigt, macht einen ganz großen Fehler“, so Watzke im ZDF. Auch die Uefa will die politisch angespannte Lage nicht über die sportliche Veranstaltung stellen und hat sich gegen eine Verlegung der Europameisterschaft ausschließlich nach Polen entschieden.

Amnesty hat Zweifel

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hält den geplanten Boykott der Europameisterschaft für den falschen Weg. Amnesty rufe generell nicht zum Boykott solcher Veranstaltungen auf, sagte der Generalsekretär von Amnesty-Deutschland, Wolfgang Grenz, „Handelsblatt Online“. Aber Politiker und Sportfunktionäre, die in die Ukraine reisen, müssten die Gelegenheit nutzen, um auf die schweren Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.

(dpa/mst)