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Radio Hamburg

Prozess gegen Mladic beginnt

Kriegsverbrecher muss sich in Den Haag verantworten

Den Haag, 16.05.2012
Ratko Mladic

Ratko Mladics Kriegsverbrechen gelten als die schlimmste in Europa seit dem zweiten Weltkrieg.

Die Anklage gegen Ratko Mladic lautet auf Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Mladic war zuvor 16 Jahre untergetaucht.

Nach dem Massaker von Srebrenica im Juli 1995, bei dem über 8.000 Muslime getötet wurden, erhob der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) Anklage gegen den „Schlächter vom Balkan“. Der ehemalige Oberbefehlshaber der international nicht anerkannten bosnischen Serbenrepublik wurde das Gesicht des grausamen Balkankrieges. Er tauchte nach der Anklage 16 Jahre lang in Belgrad unter und wurde erst 2011 im Norden Serbiens festgenommen.

Keine Reue zu erkennen

Bei der Verlesung der Anklageschrift am Mittwoch (16.05.2011) blieb Ratko Mladic genauso regungslos sitzen wie der mit ihm angeklagte ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic. Beim Betreten des Saals winkte Mladic sogar seinen Anhängern im Gerichtssaal zu und klatschte Beifall. Ankläger Dermot Groome warf dem bosnischen Serben vor, „die ethnische Säuberung in Bosnien“ selbst in die Hand genommen zu haben. Der bei seiner Festnahme zu kranke Mladic wirkte beim Verhandlungsauftakt wieder gesund und auf der geistigen Höhe. Bei der Anhörung selbst hatte er sich nicht ausführlich zu den Vorwürfen geäußert, diese aber als „monströs und ekelhaft“ bezeichnet.

(dpa/mst)