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Radio Hamburg

Extremisten in Kanada verhaftet

Terroranschlag auf Zug nach New York vereitelt

Montreal, 23.04.2013
RHH - Expired Image

Der Anschlag sollte auf eine Brücke im Großraum Toronto verübt werden.

Extremisten sollen einen Anschlag auf den Personenzug von Toronto nach New York geplant haben.

Die USA haben das  Attentat von Boston kaum verarbeitet, da kommt die nächste Hiobsbotschaft.

Zwei Verdächtige in Kanada festgenommen

Kanadische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Terroranschlag islamischer Terroristen auf einen Personenzug nach New York vereitelt. Zwei Männer seien festgenommen worden, teilte Polizeisprecher James Malizia am Montag (22.04.) in Toronto mit. Sie hätten "Anweisungen und Unterstützung" von mutmaßlichen Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida aus dem Iran erhalten.

Anschlag auf Zug von Toronto nach New York geplant

Den Planungen zufolge sollte der Anschlag auf eine Brücke im Großraum Toronto verübt werden und dem Fernzug nach New York gelten. Die Tat habe aber nicht unmittelbar bevorgestanden. Auch gebe es keinen Zusammenhang mit dem Anschlag beim Boston Marathon vor einer Woche. "Wäre dieser Plan umgesetzt worden, wären dabei unschuldige Menschen getötet oder verletzt worden", sagte Malizia. Die beiden Verdächtigen seien in Montreal und Toronto festgenommen worden. Über ihre Nationalität schwiegen die Ermittler. Medienberichten zufolge handelt es sich jedoch nicht um Kanadier. Die Männer sollten am Dienstag (23.04.) dem Haftrichter vorgeführt werden.

Anschlag vermutlich von einer Untergruppe der Al-Kaida geplant

Die Tatverdächtigen im Alter von 30 und 35 Jahren seien von Fahndern rund ein Jahr lang beobachtet worden. Bei den Ermittlungen hätten kanadische und US-Ermittler zusammengearbeitet. Der Anschlag wurde nach ersten Erkenntnissen der kanadischen Polizei von einer Untergruppe der Terrororganisation Al-Kaida im Iran geplant. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die dortige Regierung etwas damit zu tun gehabt hätte, hieß es. Die Festgenommenen hätten Anweisungen und Geld aus dem Ausland erhalten, wie der Sender CBC unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete.

 

In den vergangenen Jahren waren wiederholt mutmaßliche islamistische Terroristen aus Kanada ins Visier der Fahnder geraten. So sollen an dem Angriff auf eine Gasförderanlage in Algerien Anfang des Jahres auch Extremisten aus Kanada beteiligt gewesen sein.

Marathon-Attentäter Dschochar Zarnajew bekommt Zivilverfahren

Der mutmaßliche Marathon-Attentäter, Dschochar Zarnajew, bekommt ein Zivilverfahren - und wird damit nicht vor ein Militärgericht gestellt. Das sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, vor Journalisten. Eine Woche nach dem Anschlag ist heute das erste der drei Todesopfer beigesetzt worden. Boston gedachte der Opfer zudem mit einer Schweigeminute.

 

(dpa/mgä)