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Radio Hamburg

Lage spitzt sich zu

Nordkorea droht offiziell mit Atomangriff

Seoul, 04.04.2013
Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea

Nordkorea hat auch am Donnerstag die Einreise südkoreanischer Pendler in den gemeinsamen Industriekomplex Kaesong an der Grenze verweigert.

Nordkorea pokert immer höher - und droht den USA offiziell mit einem Atomangriff.

Neue Eskalationsstufe im Nordkorea-Konflikt: Nach der Entsendung zweier US-Kriegsschiffe in den West-Pazifik hat das Regime in Pjöngjang den USA offiziell mit einem möglichen Atomschlag gedroht. Militärische "Operationen ohne jede Rücksicht" seien nun bewilligt, gab die oberste Militärführung in einer an Weißes Haus und Pentagon gerichteten Mitteilung vom Donnerstag (Ortszeit) bekannt, wie die südkoreanische Agentur Yonhap berichtete. Das schließe auch Atomwaffen neuester Bauart ein. Nordkorea verfügt nach Ansicht von Experten allerdings nicht über die technischen Mittel, das US-Festland mit Langstreckenraketen anzugreifen.

USA entsendet Raketenabwehrsystem

Zuvor hatte Pjöngjang Pendlern aus Südkorea den Zugang zur gemeinsamen Sonderwirtschaftszone Kaesong untersagt - und damit die letzte Verbindung zum Süden gekappt. Südkoreas Verteidigungsminister Kim Kwang Jin drohte mit militärischen Aktionen, sollte seinen in dem Industriepark verbliebenen Landsleuten Gefahr drohen. Die USA rüsten sich weiter im Pazifik und kündigten am Mittwoch die Entsendung eines Raketenabwehrsystems zum US-Stützpunkt auf der Insel Guam an.

Ein nordkoreanischer Angriff mit Mittelstreckenraketen etwa auf die US-Truppen in Südkorea oder Militärstützpunkte in Japan liegt nach Experteneinschätzung durchaus im Bereich des Möglichen. Ferner kann das Land mit seinen Raketen Ziele in ganz Südkorea erreichen. 

Die Südkoreaner, die sich in Kaesong in der nordkoreanischen Grenzregion aufhielten, konnten am Mittwoch auf eigenen Wunsch zurückkommen. Bis zum Abend (Ortszeit) kehrten nach offiziellen Angaben 33 von mehr als 860 Südkoreanern aus Kaesong heim. Der weitgehend von südkoreanischer Seite finanzierte Komplex Kaesong ist das einzige noch verbliebene Kooperationsprojekt zwischen beiden verfeindeten Ländern. Der nur einige Kilometer von der schwer bewachten Grenze entfernte Industriepark gilt als wichtiger Devisenbringer für den verarmten, aber hochgerüsteten Norden. Nordkorea habe Südkorea am Morgen informiert, den Zutritt nicht mehr zu erlauben, die Südkoreaner in Kaesong aber ausreisen zu lassen, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums. Die verbliebenen Arbeiter wollten offenbar dafür sorgen, dass die Fabriken normal weiterlaufen könnten, hieß es. Sollten jedoch keine Rohmaterialien für die Produktion der 123 südkoreanischen Unternehmen in Kaesong mehr eingehen, wäre eine Schließung des Industrieparks letztlich unvermeidlich. Mehr als 50.000 niedrig bezahlte Nordkoreaner arbeiten für die Unternehmen. Es werden dort unter anderem Textilien und Bekleidung, Haushaltsgeräte sowie Autoteile hergestellt. 

(dpa/lhö)