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Radio Hamburg

Nordkorea und Südkorea

Der Konflikt spitzt sich zu

Seoul, 03.04.2013
Armee Nordkorea

Im Konflikt mit Südkorea erhöht Nordkorea den Druck auf das Nachbarland.

Der Streit zwischen Nord- und Südkorea spitzt sich weiter zu. Nordkorea verbietet Südkoreanern nun die Einreise in ein gemeinsames Industriegebiet.

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich zu. Nordkorea unterrichtete Südkorea am Mittwoch davon, die Einreise südkoreanischer Pendler in den gemeinsamen Industriekomplex in Kaesong an der Grenze zu verbieten. Das teilte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul mit. Er rief das kommunistische Nachbarland auf, das Verbot unverzüglich aufzuheben. US-Außenminister John Kerry betonte angesichts der Drohungen aus Nordkorea die Verteidigungsbereitschaft der USA. Die nordkoreanische Seite erlaubte nur die Ausreise von Südkoreanern, die sich bereits in dem Komplex in Nordkorea aufgehalten hatten. Ob Nordkorea mit dem Schritt den Industriepark, wie zuvor angedroht, komplett schließen will, war zunächst unklar. Nach Angaben des Vereinigungsministeriums befanden sich mehr als 860 Südkoreaner in dem Komplex.

"Kriegszustand" erklärt

Die Lage auf koreanischen Halbinsel ist seit dem dritten Atomtest in Nordkorea im Februar äußerst gespannt. Das Regime in Pjöngjang hatte am vergangenen Samstag den "Kriegszustand" im Verhältnis zu Südkorea erklärt. Zudem hatte ein Sprecher des Industriekomplexes in Kaesong dem Süden vorgeworfen, "ernsthaft unsere Würde" zu verletzen. Südkorea würde behaupten, dass Nordkorea die Einrichtung nur betreibe, weil diese eine Devisenquelle für das Land sei. Der Komplex, in dem mehr als 50.000 Nordkoreaner für 123 südkoreanische Unternehmen arbeiten, ist das einzige noch betriebene wirtschaftliche Kooperationsprojekt zwischen beiden Ländern.

USA sind in "Verteidigungsbereitschaft"

US-Außenminister Kerry sagte nach einem Gespräch mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se am Dienstag in Washington, die USA seien bereit, "sich selbst und Südkorea" zu verteidigen. Die nordkoreanische Kriegsrhetorik sei provokativ und gefährlich. Kerry rief Nordkorea auf, im Streit um sein Atomprogramm an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur so könne sich das kommunistische Regime aus seiner internationalen Isolation befreien. Ein Neustart eines vor Jahren abgeschalteten Kernreaktors in Nordkorea wäre eine klare Verletzung internationaler Vereinbarungen, fügte Kerry mit Blick auf eine entsprechende Ankündigung Pjöngjangs hinzu. Kurz zuvor hatte das Pentagon offiziell die Entsendung zweier Kriegsschiffe in den West-Pazifik bekanntgegeben, um die Raketenabwehr in der Region zu stärken. Es handele sich um die beiden Schiffe "Decatur" und "McCain", sagte Pentagonsprecher George Little. Ihre Aufgabe sei es, die Raketenabwehr in der Region zu stärken. Am Montag hatten US-Sender die Entsendung eines Zerstörers gemeldet.

Bisher keine Taten

Der Neustart des abgeschalteten Kernreaktors in Nordkorea wäre nach Meinung der US-Regierung "extrem alarmierend". Bislang gebe es aber keine Anzeichen, dass das Regime die Anlage im Nuklearzentrum Yongbyon bald wieder in Betrieb nehmen könne, sagte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland am Dienstag in Washington. Bisher handele es sich nur um eine Ankündigung Pjöngjangs, seine internationalen Verpflichtungen weiter zu verletzen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, bekräftigte, dass die nordkoreanische Regierung ihrer aggressive Rhetorik bislang nicht durch Taten gestützt habe. "Es gibt hier ein Schema, und wir sind vertraut mit diesem Schema", sagte er. Dennoch werde US-Präsident Barack Obama natürlich regelmäßig über neue Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten.

 

(dpa/lhö)