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Radio Hamburg

Atomruine in Japan

Leck in Fukushima ernster als gedacht

Tokio, 28.08.2013

Das Sicherheitsrisiko des havarierten Kernkraftwerks von Fukushima ist viel größer als bisher gedacht und von Betreiber Tepco zugegeben.

Aufregung in Japan: Das Leck in der Atomruine Fukushima ist deutlich ernster als bisher gedacht. Das Land hat die Gefahrenstufe nun deutlich angehoben. Im Vorfeld hatte die Regierung erklärt, dass das Kernkraftwerk unter Kontrolle sei.

Fukushima-Leck ein "ernster Zwischenfall"

Am Mittwoch (28. August) entschied die Aufsichtsbehörde, das Leck auf Stufe 3 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse einzustufen. Demnach wird das Leck als "ernster Zwischenfall" eingeschätzt. Vorher war das Leck nur mit der Stufe 1 bewertet worden. Das bedeutet "Anomalität". Die Internationale Atomorganisation IAEA in Wien hat die Atomaufsicht über die Anhebung beraten.

Vor kurzem hatte der Kernkraftwerksbetreiber Tepco erklärt, dass etwa 300 Tonnen verstrahlten Kühlwassers aus einem Auffangtank ausgelaufen waren. Vorher war von erheblich weniger Wasser die Rede.

Seit das AKW am 11. März 2011 verwüstet worden ist, kommt es zu Kernschmelzen. Seitdem wird rund um die Uhr Wasser zur Kühlung in die Reaktoren gepumpt. In Eile hat Tepco Hunderte Tanks aus zusammengeschraubten Stahlplatten aufgestellt um die riesigen Wassermengen aufzufangen. Tepco kann bislang noch nicht sagen, an welcher Stelle eines der elf Meter hohen Tanks sich das Leck befindet.

Leben in Fukushima immer schwieriger

Für die lokale Fischindustrie ist der Vorfall ein weiterer Schlag. Seit dem Atomunfall vor über zwei Jahren leidet die Branche ohnehin. Jeden Tag dringen Hunderte Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude ein und vermischen sich mit kontaminierten Kühlwasser. Das hat Betreiber Tepco vor kurzer Zeit zugegeben. Jeden Tag sickern rund 300 Tonnen belastetes Wasser ins Meer. Laut Tepco enthält das aus dem Auffangtank ausgetretene Wasser unter anderem Strontium, das von Wissenschaftlern auch als "Knochenkiller" bezeichnet wird. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie auslösen. Inzwischen steigt in Fukushima die Zahl von Krebsfällen unter Kindern.

(dpa/slu)

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