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Radio Hamburg

Konflikt in Syrien

Heckenschützen beschießen UN-Experten

New York/Damaskus/Istanbul, 26.08.2013

Experten der Vereinten Nationen sollten mit der Untersuchung des mutmaßlichen Einsatzes von Chemiewaffen beginnen. Sie wurden angegriffen.

Ein Fahrzeug der UN-Chemiewaffeninspekteure ist in Syrien beschossen worden. Das Experten-Team sei aber in Sicherheit, teilten die Vereinten Nationen in New York am Montag mit. Das Fahrzeug des Teams sei von nicht identifizierten Heckenschützen mehrfach absichtlich beschossen worden, sagte ein UN-Sprecher in New York. "Weil das Auto nicht mehr benutzbar war, ist das Team sicher zum Regierungsstützpunkt zurückgekehrt."

Wer hat das Feuer eröffnet?

Sobald es Ersatz für das Auto gebe, würden die Inspekteure in die betroffene Gegend zurückkehren. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Regimegegner berichteten, regierungstreue Milizen hätten vom Messe-Militärflughafen aus das Feuer auf das UN-Team eröffnet. "Sie wollen verhindern, dass die Inspekteure zu uns kommen", sagte ein Revolutionär, der nach eigenen Angaben am Ortseingang von Moadhamijat al-Scham südwestlich von Damaskus auf die Ankunft der UN-Mitarbeiter wartete. Keine Bestätigung gab es zunächst für Berichte, wonach die Inspekteure versucht haben sollen, ihre Fahrt ohne Begleitung durch syrische Sicherheitskräfte fortzusetzen.

Giftgas-Angriff muss geahndet werden

Der vermutete Giftgas-Angriff des syrischen Regimes auf Vororte der Hauptstadt Damaskus muss Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge geahndet werden. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu in Berlin: "Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Giftgas-Angriff. Er darf nicht folgenlos bleiben." Zu einem möglichen militärischen Eingreifen des Westens und einer deutschen Beteiligung daran äußerte er sich nicht näher. Seibert sagte: "Wir wollen alles, was wir können, dazu beitragen, damit es eine politische Lösung gibt."

Geschlossene Reaktion erwartet

Er erklärte auch zugleich: "An diesem Ort ist ein entsetzliches Verbrechen an Männern, Frauen und Kindern verübt worden." Die Chemiewaffenkonvention verlange, dass es darauf eine sehr deutliche Antwort gebe. Die UN-Inspekteure sollten allerletzte Gewissheit schaffen. Merkel telefonierte laut Seibert am Sonntag mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande und dem britischen Regierungschef David Cameron über eine klare internationale und möglichst geschlossene Reaktion. (dpa/apr)

 

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