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Radio Hamburg

Russland weist Kritik zurück

Ärger um Asyl für Snowden

Washington/Moskau , 02.08.2013
Edward Snowden

Am Donnerstag (01.08.2013) konnte Snowden in Russland einreisen.

Edward Snowden hat den Moskauer Flughafen mit Asylbescheid verlassen. Für die USA ein harter Schlag für die Beziehungen zu Russland.

Nach mehr als fünf Wochen des Wartens in der Transitzone des Moskauer Flughafens hat der Whistleblower Edward Snowden Asyl in Russland erhalten und sich zunächst an einem unbekannten Ort niedergelassen. Der Ex-Geheimdienstler und Enthüller umfassender Überwachungsprogramme verließ bereits am Donnerstag (31.07.2013) den Flughafen Scheremetjewo unbemerkt, wie sein russischer Anwalt Anatoli Kutscherena erklärte.

Rätsel über Aufenthaltsort

Über seinen Aufenthaltsort lagen am Freitag (02.08.2013) vorerst keine Informationen vor. Dieser solle auch geheim bleiben, meinte Kutschera, zumal sich Snowden um sein Leben und Gesundheit
sorge. „Er glaubt, dass Leute vom amerikanischen Geheimdienst hinter ihm her sind.“

Online-Kontakt zu Freunden 

Hinweise gab es aber auf seine Begleitung: Snowden werde bei Amerikanern, die in der russischen Hauptstadt wohnen, unterkommen, sagte Kutscherena. Er habe sie online kennengelernt. „Er hat hier viele Freunde gewonnen“, sagte er dem Sender CNN. Für Snowden sei es „großartig“, dass es in Moskau Amerikaner gebe, „die sich seiner Situation bewusst sind und mit ihm in Kontakt gekommen“ seien, fügte der Anwalt hinzu.

Wikileaks unterstützt Snowden

Nach Angaben von Wikileaks wird Snowden weiter von deren Mitarbeiterin Sarah Harrison begleitet. Sie ist wahrscheinlich schon bei ihm, seit er am 23. Juni von Hong Kong nach Moskau flog. Die Einwohnerbehörde in Moskau hatte bestätigt, dass dem
30-Jährigen vorläufiges Asyl gewährt wurde. „Am Ende hat das Recht gesiegt“, ließ Snowden über die Enthüllungsplattform Wikileaks mitteilen, die ihn auf seiner Flucht unterstützt. Sein Anwalt hielt Fernsehkameras eine Kopie des russischen Flüchtlingsausweises hin, mit seinem Foto, Namen und dem Ablaufdatum 31. Juli 2014. Snowden wolle vorerst in Russland bleiben.

Job in Russland

Jetzt will sich Snowden in Russland um einen Job bemühen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein erstes konkretes Angebot
gibt es nach CNN-Angaben bereits: Pawel Durow, Gründer des Sozialen Netzwerks VKontakte, habe Snowden angeboten, als Entwickler im St. Petersburger Büro der russischen Firma mitzuarbeiten.

Erleichterung bei Snowdens Vater

Möglicherweise kann Snowden auch in den kommenden Wochen seinen Vater treffen. Er warte darauf, dass er ein Visum für Moskau bekomme, sagte Lon Snowden dem russischen Staatsfernsehen. Er sei dankbar für Russlands Entscheidung, seinem Sohn Asyl zu gewähren.

 

(dpa/ kru)

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