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Radio Hamburg

Waffenexperten abgereist

Syrien: Militärschlag immer wahrscheinlicher

Beirut, 31.08.2013
Israel Syrien Militär

Ein Militärschlag in Syrien wird immer wahrscheinlicher.

Die letzten UN-Chemiewaffenexperten haben Syrien verlassen. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit eines Militärschlags gegen das Regime von Damaskus.

Die UN-Chemiewaffenexperten haben Syrien verlassen, ihre Untersuchungen sind abgeschlossen. Ein Sprecher der Vereinten Nationen sagte am Samstag (31. August), dass die zwölf Inspekteure um Missionsleiter Sellström abgereist sind.

Wahrscheinlichkeit eines Militärschlags wächst

Ein von den USA geführter Militärschlag gegen das syrische Regime als Antwort auf den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz mit Hunderten von Toten naha Damaskus gakt bislang als eher unwahrscheinlich. Jetzt, wo die Delegation sich nach fünftägigen Untersuchungen nicht mehr in Syrien aufhält, wird eine Reaktion immer wahrscheinlicher. Noch ist es unklar, wann erste Ergebnisse der UN-Untersuchungen bekannt gemacht werden. Westliche Diplomatenkreise vermuten, dass es etwa 10 bis 14 Tage dauern werde.

UN-Inspekteure auf dem Weg nach Europa

Augenzeugen berichten, dass die Inspekteure am Vormittag am internationalen Flughafen der libanesischen Hauptstadt Beirut eintrafen. Mit einem Autokonvoi hatte man vorher die syrisch-libanesische Grenze bei Masnaa überquert. Der Weg soll die Inspekteure nun weiter nach Europa führen. Nach Angaben der Vereinten Nationen befanden sich am Freitagabend noch 1000 UN-Mitarbeiter in Syrien.

USA hält syrische Schuld für bewiesen

Laut US-Außenminister John Kerry sind die USA bereits fest davon überzeugt, dass das syrische Regime chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat. Es gebe "klare und schlüssige" Beweise. Präsident Obama hält einen "begrenzten" Einsatz in Syrien für möglich. Am Freitag sagte er jedoch, dass er noch keine Entscheidung über eine Militärintervention getroffen habe. Die kuwaitische Zeitung "Al-Kabas" schreibt, dass mit Militärschlägen spätestens an diesem Sonntag zu rechnen sei. Es handle sich nach der Abreise der Inspekteure nur noch um Stunden. Die Intervention werde von verschiedenen Stützpunkten aus gelenkt. Darunter sollen unter anderem die Türkei, Jordanien, Griechenland und Zypern sein.

Im Deutschlandfunk kritisierte der ehemalige UN-Botschafter Gunther Pluger am Samstag die Vorgehensweise der US-Regierung - und warnt vor einem ähnlichen Verlauf wie beim Irak-Krieg: "Man wird natürlich schon an Irak erinnert, wo solche (...) angeblichen Beweise vorgelegt wurden und alle nicht stimmten." Er hät dazu, dass die USA den Bericht der UN-Inspekteure abwarten sollten. Von 2002 bis 2006 hatte Pleuger Deutschland bei den Vereinten Nationen vertreten.

Putin wirft USA Provokation vor

Kremlchef Wladimir Putin hat die Vereinigten Staaten dazu aufgefordert, ihre Giftgas-Vorwürfe an das Syrien-Regime mit konkreten Beweisen zu belegen. "Es entspricht doch keiner Logik, dass die syrische Armee Giftgas an einem Tag einsetzt, an dem UN-Beobachter ins Land kommen", sagte der Präsident am Samstag der Agentur Interfax zufolge. "Ich bin überzeugt, dass es eine Provokation ist, um andere Länder in den Konflikt hineinzuziehen." Er sprach sich dafür aus, über das Thema auch beim G20-Gipfel Anfang September in St. Petersburg zu sprechen. "Es ist nicht der Weltsicherheitsrat, aber ein guter Ort für das Problem", so Putin.

(dpa/slu)

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