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Radio Hamburg

Für schuldig befunden

Mörder von Lee Rigby verurteilt

London , 19.12.2013
Attentäter London Woolwich, Blutverschmierte Hände

Die beiden männlichen Täter im Alter von 22 und 28 Jahren wurden für schuldig befunden.

Die Brutalität ihrer Tat erregte weltweit Aufsehen. Jetzt wurden die Täter in London wegen der "Abschlachtung" eines Soldaten verurteilt.

Im Prozess um den grausamen Soldatenmord auf offener Straße in London sind die beiden Angeklagten am Donnerstag des Mordes für schuldig befunden worden. Der Richter wird erst im Januar über das Strafmaß entscheiden. Die beiden Männer, Michael Adebolajo (29) und Michael Adebowale (22) hatten die Mordanklage zurückgewiesen.

Mord auf offener Straße

Die beiden Angeklagten hatten den 25 Jahre alte Lee Rigby am 22. Mai auf der Straße mit dem Auto angefahren und danach mit einem Fleischerbeil und Messern regelrecht zu Tode gehackt. Laut Anklage versuchten die Täter, ihr bereits am Boden liegendes Opfer zu enthaupten. Das ganze Land habe in der Verurteilung der Tat zusammengestanden, sagte Cameron am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Rache für tote muslimische Soldaten

Die Angeklagten, die beide nigerianische Wurzeln haben und in Großbritannien zum Islam konvertierten, hatten sich als "Soldaten Allahs" bezeichnet. Ihre Tat sei eine "militärische Operation" gewesen, mit der sie das "tägliche Töten"  muslimischer Soldaten rächen wollten. "Auge um Auge, Zahn um Zahn", hatten sie am Tatort im Süd-Londoner Stadtteil Woolwich gerufen.

Rigby ist Vater von zweijährigen Sohn

Rigby, Vater eines zweijährigen Sohns, trug am Tag seiner Ermordung keine Uniform. Die Täter griffen ihn an, weil er ein T-Shirt einer Wohltätigkeitsorganisation für Soldaten trug. Nach der Bluttat hatte es in London und anderen Teilen Großbritanniens eine Serie von Brandanschlägen auf islamische Einrichtungen gegeben. Im Anklagepunkt des versuchten Mordes an einem Polizeibeamten wurden die beiden Männer für nicht schuldig erklärt. Ihre Verteidiger hatten geltend gemacht, sie hätten sich der Polizei am Anschlagsort genähert, um als "Märtyrer" erschossen zu werden.

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Der Vorsitzende Richter Nigel Sweeney hatte die Geschworenen angewiesen, dass die von den Angeklagten vorgebrachten Motive für ihre Entscheidung keine Relevanz haben dürfe. Mordabsicht bleibe Mordabsicht, sagte der Richter - ob sie nun in Trunkenheit oder aus Gründen der Religion gefasst werde. Die Familie des Opfers zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. Während der Beweisaufnahme hatten sie mehrfach unter Tränen den Verhandlungssaal im Londoner Strafgericht Old Bailey verlassen.

(dpa/fbu)

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