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Radio Hamburg

Helikopterabsturz

Zahl der Todesopfer in Glasgow könnte steigen

Glasgow, 01.12.2013

Am späten Freitagabend (29.11.) stürzte ein Helikopter in einen Pub in Glasgow ab.

Ein Polizei-Helikopter stürzt in ein belebtes Lokal in Glasgow. Mindestens acht Menschen sterben. Weitere Tote werden befürchtet.

Die Schotten wollen an dem Wochenende den St.-Andrews-Day feiern. Stattdessen werden es Tage der Trauer. Der Absturz eines Polizeihubschraubers in eine gut besuchte Glasgower Kneipe hat am Wochenende in Schottland Entsetzen und Trauer ausgelöst.

Verletzte und Tote

Mindestens acht Menschen verloren bei der Tragödie am späten Freitagabend (29.11.) ihr Leben. Zwölf Verletzte wurden am Sonntag noch in Krankenhäusern behandelt, meist mit Knochenbrüchen, Kopfverletzungen und Fleischwunden. Drei von ihnen lagen auf der Intensivstation. Ihre Situation sei "ernst, aber stabil", sagte Ministerpräsident Alex Salmond der BBC.

Noch nicht alle Trümmer beseitigt

Die Polizei hielt es am Sonntagnachmittag für möglich, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. "Erst wenn der Helikopter gehoben ist, können wir sehen, was darunter ist", sagte Rose Fitzpatrick von der Glasgower Polizei. Der Hubschrauber steckte
mitten in dem Pub "The Clutha Vaults", der in Glasgow sehr beliebt war. Zur Unglückszeit hatte eine Band gespielt. Rund 120 Menschen befanden sich in der Kneipe, berichtete die Polizei. Viele Gäste des Pubs konnten sich retten. Der Abgeordnete Jim Murphy berichtete von einer Menschenkette, mit deren Hilfe Bewusstlose ins Freie gebracht worden seien. Leichtverletzte wurden in einem naheliegenden Hotel erstversorgt.

"Schwarzer Tag für Schottland"

Die Feuerwehr hatte 15 Einsatzwagen und 125 Rettungskräfte am Unglücksort. Auch Ministerpräsident Salmond, der den Tag des Absturzes "als schwarzen Tag für Schottland und für Glasgow" bezeichnete, schloss weitere Opfer nicht aus. Ein Teil des Pubs habe bisher noch nicht abgesucht werden können, sagte er am Sonntag. Die Rettungsmannschaften arbeiteten weiterhin fieberhaft, um die Unglücksstelle von Trümmern und dem Wrack des Helikopters zu räumen - in der Hoffnung noch Überlebende zu finden. Am Sonntagmorgen war eine weitere Leiche geborgen worden. Die Polizeisprecherin sagte aber nicht, ob diese in der früher genannten Zahl von acht bestätigten Todesopfern bereits enthalten ist.

 

Ursache bislang ungeklärt

Die Untersuchung des Wracks soll auch Aufschluss über die Ursache des Absturzes geben. Experten gingen zunächst von einem technischen Problem der Maschine aus. Manche Augenzeugen berichteten, der Helikopter sei "wie ein Stein" in das Flachdach des Gebäudes gestürzt. Andere sprachen dagegen von einem Absturz "wie in Zeitlupe". Der Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 T2 soll nicht Feuer gefangen haben, offenbar gab es keinen Brand und auch keine Explosion. "Im Moment ist es ein völliges Mysterium", sagte der Luftfahrtexperte Chris Yates. Die Maschine war nach seinen Angaben sieben Jahre alt. Unter den Toten des Unglücks sind die drei Besatzungsmitglieder des Hubschraubers - zwei Polizisten und ein ziviler Pilot. Dabei handelt es sich nach BBC-Informationen um einen erfahrenen Flieger, der in zwei Golfkriegen für die britische Armee als Pilot aktiv war. Unter den Polizeibeamten war eine 36 Jahre alte Frau.

Gedenkgottesdienste

Am Sonntag (1.12.) versammelten sich überall in Schottland Trauernde zu Gedenkgottesdiensten für die Todesopfer und ihre Hinterbliebenen. Bereits am Samstag hatte es bei Fußballspielen in ganz Schottland Gedenkminuten gegeben. Nahe der Absturzstelle wurden Blumen niedergelegt. Großbritanniens Premierminister David Cameron lobte die Einsatzbereitschaft vieler freiwilliger Helfer. Ministerpräsident Salmond ordnete für das Wochenende - wegen des traditionellen Gedenkens an den Schutzheiligen St. Andrew eigentlich ein Freudenfest in Schottland - Trauerbeflaggung an. Die blaue Fahne mit weißem Andreaskreuz wehte auf öffentlichen Gebäuden auf halbmast. «Es ist ein schwarzer Tag für Glasgow und Schottland», sagte Salmond.

Niemand bemerkt Unglück

Augenzeugen berichteten, die Menschen im Pub hätten zunächst nicht wahrgenommen, dass es sich um ein Unglück handelte. "Wir haben noch gescherzt, dass die Band das Haus zum Einstürzen bringt", sagte Grace McLean. Brendan Riondan sagte, es habe einen Knall gegeben. "Ich dachte erst, die Lautsprecher sind auseinandergeflogen", sagte er in der BBC. Dann sei ein Teil der Decke des Gebäudes auf die Theke gestürzt.

(dpa/kru)

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