Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Unruhen im Südsudan

UN-Soldaten bei Angriff getötet

New York, 20.12.2013
Südsudan Google Maps

Der Angriff auf das Flüchtlingslager im Südsudan forderte drei Tote.

Bei den Kämpfen in der ostafrikanischen Republik Südsudan sind erstmals auch Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen ums Leben gekommen.

Es sind die ersten Opfer auf Seiten der Friedenstruppe seit Ausbruch der jüngsten Unruhen in dem Land. Bei dem Angriff auf das Flüchtlingslager in Akobo, in der Provinz Jonglei, wurden drei indische Soldaten getötet. Die Bundeswehr hat bereits begonnen, Deutsche aus Südsudan auszufliegen.

Möglicherweise Zivilisten getötet

Außer den UN-Soldaten sind möglicherweise auch Zivilisten getötet worden. UN Generalsekretär Ban Ki-moon sagte er sei erschüttert und forderte sowohl die Regierung Südsudans als auch die Rebellen auf, die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten. Zum Zeitpunkt des Angriffs waren 43 indische Blauhelm-Soldaten, sechs UN-Berater der Polizei und zwei zivile UN-Angestellte in dem Lager, in dem etwa 10.000 Flüchtlinge Zuflucht gesucht haben.

Die Vereinten Nationen zogen einem UN-Sprecher zufolge unbewaffnetes Personal aus Akobo ab, am Samstag sollten 60 UN-Soldaten zur Verstärkung eintreffen.

Barack Obama fordert friedliche Lösung

US-Präsident Barack Obama appellierte an die Konfliktparteien, die Spannungen friedlich und demokratisch beizulegen. Kämpfe, die dazu dienten, politische Rechnungen zu begleichen oder die Regierung zu destabilisieren, müssten umgehend gestoppt werden. Zuviel Blut sei bereits vergossen worden. In einem Brief an die Spitzen des Kongresses teilte Obama zudem die Entsendung von rund 45 Soldaten mit. Diese seien bereits am Mittwoch aufgebrochen, um die US-Bürger und die Botschaft im Südsudan zu schützen. Sie sollten so lange wie nötig dort bleiben.

Hunderte Todesopfer

Die vergangenes Wochenende ausgebrochenen Kämpfe sollen bereits Hunderte Todesopfer gefordert haben. Die Auseinandersetzungen hatten sich an einem Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem im Juli entlassenen ehemaligen Stellvertreter Riek Machar entzündet. Die größte Gefahr besteht darin, dass sich die Kämpfe zu einem Bürgerkrieg zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen ausweiten. Nach UN-Angaben suchen bereits 35 000 Menschen Schutz vor den Kämpfen in UN-Einrichtungen.

Noch ist unklar wer hinter dem Angriff steckt. Die Vereinten Nationen befürchten einen Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Dinka und der Nuer.

(eli / dpa)