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Radio Hamburg

Uruguay

Marihuana-Handel und Konsum legalisiert

Montevideo , 11.12.2013
RHH - Expired Image

Uruguay hat den Handel und Konsum von Marihuana legalisiert.

Gegen den Willen der USA hat sich Uruguay für den Anbau und Handel mit Marihuana entschieden. Die Opposition läuft Sturm dagegen.

Uruguay hat als erstes Land weltweit den Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle legalisiert. Die neue Regelung wird noch liberaler als in den Niederlanden ausfallen. Der Senat hat nach einer 13-stündigen Sitzung mit einer knappen Mehrheit für die Initiative der Regierung gevotet, die bereits von der Abgeordnetenkammer gebilligt worden war.

Bekämpfung der Drogenkartelle

Staatschef José Mujica erwartet von den neuen Maßnahmen eine effizientere Bekämpfung der Drogenkartelle. Er betont, dass man nicht ein System des freien Kiffens schaffen will. Die Opposition in dem südamerikanischen Land kritisierte den Vorstoß als schweren Fehler und überlegt, das Gesetz als verfassungswidrig anzufechten oder eine Volksabstimmung zu organisieren.

Legaler Anbau und Verkauf

Der Kauf von monatlich bis zu 40 Gramm Marihuana soll nach dem neuen Gesetz in Apotheken freigegeben werden. Privatpersonen dürfen bis zu sechs Cannabis-Pflanzen züchten. Zudem werden Marihuana-Clubs mit 15 bis 45 Mitgliedern erlaubt. Diese dürfen bis zu 99 Pflanzen pflegen. Der Anbau und Handel soll von einer staatlichen Kommission kontrolliert werden. Dadurch soll unter anderem ausgeschlossen werden, dass Marihuana aus illegalem Anbau in den Handel geschleust wird. Die Konsumenten müssen sich in einem Register eintragen.

Verkauf ab Mitte 2014

Minderjährigen und Ausländern bleibt der Konsum verboten. Der Start des legalen Verkaufs wird erst für Mitte 2014 erwartet. Anders sieht es in den oft als Vergleich genannten Niederlanden aus: Dort sind der Anbau und der Großhandel von Marihuana verboten. Nur der Verkauf kleiner Mengen in den sogenannten Coffeeshops wird geduldet. Die Coffeeshops müssen sich illegal ihre Ware beschaffen, die sie dann legal verkaufen.

Zuvor wurde die Homo-Ehe erlaubt

Das Gesetz sei aber dazu geeignet, Angebot und Nachfrage zu reduzieren. Mit Polizeigewalt allein sei dem Drogenhandel nicht beizukommen. Der Politiker Alberto Couriel sprach von "einem historischen Augenblick für Uruguay". Zuvor hatte das 3,2 Millionen Einwohner zählende Land bereits die Homo-Ehe legalisiert und das Abtreibungsrecht gelockert.

(dpa/fbu)

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