Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Geiselnehmer tot, Fünfjähriger wohlauf

Geiselnahme in Alabama beendet

Washington, 05.02.2013
Geiselnehmer Alabama

In Alabama ist die Geiselnahme eines Fünfjährigen beendet worden. Der Geiselnehmer (Foto) wurde getötet.

Die Geiselnahme in Alabama ist beendet worden, der Geiselnehmer tot und der Fünfjährige wohlauf.

Gewaltsames Ende des Geiseldramas in den USA: Die Polizei hat im Bundesstaat Alabama einen Fünfjährigen nach fast einwöchiger Geiselhaft aus einem unterirdischen Bunker befreit. Der Junge sei wohlauf, der 65-jährige Kidnapper tot, berichtete FBI-Agent Stephen Richardson am Montag. Einzelheiten der Befreiungsaktion wollte er zunächst nicht nennen. Auch die Motive des Täters liegen weiter im Dunklen.

Junge in "unmittelbarer Gefahr"

Der Junge, der an Autismus leiden soll, war fast eine Woche lang durch ein Belüftungsrohr im Bunker mit Medikamenten, Spielzeug und Lebensmitteln versorgt worden. Spezialeinheiten der Bundespolizei FBI hätten den Bunker gestürmt, nachdem die Verhandlungen mit dem Kidnapper ins Stocken geraten waren, sagte Richardson nach der Befreiung des Kindes in Midland City vor Journalisten. Zudem habe der Täter eine Waffe in der Hand gehalten, der Junge sei in "unmittelbarer Gefahr" gewesen.

Der FBI-Beamte sagte jedoch nicht, wie der Kidnapper ums Leben kam. Der Junge sei zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. "Es geht ihm gut", sagte Richardson. Das Geiseldrama hatte am Dienstag vergangener Woche begonnen: Der 65-jährige Vietnamveteran Jimmy Lee Dykes überfiel nach Angaben der Polizei einen Schulbus, erschoss den Fahrer und brachte den Jungen in seine Gewalt.

 

Seitdem hatte die Polizei zunächst in Verhandlungen versucht, den Mann zur Aufgabe zu überreden. Während der gesamten Zeit hielten sich die Behörden mit Informationen extrem zurück. So wurde etwa nichts über den Inhalt der Verhandlungen und mögliche Forderungen berichtet. "Wir halten die Kommunikationsmöglichkeit 24 Stunden pro Tag offen; wann immer er reden möchte", hieß es etwa am Sonntag. Danach hätten sich "die Verhandlungen verschlechtert", meinte Richardson am Montag.

Anwohner berichteten von Explosionen und Schüssen, die sie bei der Erstürmung des Bunkers durch die Sicherheitskräfte gehört hätten. Fragen hierzu wollte Richardson bei einer Pressekonferenz am späten Montagabend (Ortszeit) nicht beantworten. In dem Bunker gab es nach Angaben des zuständigen Sheriffs Wally Olson einen elektrischen Heizofen sowie Decken. Der Bunker habe der Mann selbst angelegt, berichteten Medien. Er liege gut einen Meter unter der Erde. Olson bezeichnete es als "Gnade Gottes", dass der Junge unversehrt befreit werden konnte. Medienberichten zufolge wurde bei dem Fünfjährige bereits früher das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, festgestellt.
Wie Nachbarn und Medien berichteten, handelt es sich bei dem Täter um einen Mann mit Hang zur Gewalt. Bei seinem Überfall auf den Schulbus habe er zunächst versucht, zwei Kinder in seine Gewalt zu bringen. Doch mehr als 20 Kinder hätten durch eine Nottür im hinteren Teil des Busses fliehen können.

(dpa/aba)

comments powered by Disqus