Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Tausende ohne Strom

Blizzard "Nemo" legt US-Ostküste lahm

Washington, 09.02.2013
Schneesturm Screenshot

Der Schneesturm "Nemo" legt die US-Ostküste lahm.

Der Blizzard "Nemo" hat mit heftigen Schneefällen und starken Böen weite Teile der US-Ostküste lahmgelegt. Fünf US-Staaten rufen den Notstand aus.

Nach Wirbelsturm "Sandy", der im November 2012 die US-Ostküste schwer traf, trifft nun das nächste Unwetter auf die Küstenstaaten.

650.000 Haushalte ohne Strom, Flüge und Zugverbindungen gestrichen

Mehr als 650 000 Haushalte und Betriebe waren nach Medienberichten am Samstag (9.02.) ohne Strom. Rund 5300 Flüge und alle Zugverbindungen mussten gestrichen werden. Autobahnen und Innenstädte waren in einigen Landstrichen wie verwaist. Der Schnee türmte sich in einigen Gegenden bis zum frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf fast 80 Zentimeter. Erst am Mittag (Ortszeit) werde sich der starke Sturm legen, warnten Meteorologen. Teilweise erreichte er Geschwindigkeiten von 120 Kilometer pro Stunde.

Fahrverbote in Massachusetts und Conneticut

Für fünf Nordost-Staaten riefen die Behörden den Ausnahmezustand aus: Massachusetts, New York, Connecticut, Maine und Rhode Island. 5000 Nationalgardisten wurden alarmiert, einige Küstenstädte sollten evakuiert werden. Für den gesamten Bundesstaat Massachusetts wurde ein Fahrverbot verhängt. Wer trotzdem ins Auto steigt, dem drohen bis zu 500 Dollar (etwa 375 Euro) Strafe - oder sogar ein Jahr Gefängnis. Ausnahmen gab es nur für Rettungspersonal, einige Staatsbedienstete und
Mitarbeiter der Versorgungsunternehmen. Ein Grund für den dramatischen Schritt seien die Erfahrungen bei dem großen Blizzard von 1978 in den Neuengland-Staaten. Damals steckten zahlreiche Autofahrer auf den Highways mit ihren Wagen im Schnee fest. Auch in Connecticut galt am Samstagmorgen ein Fahrverbot.

Bereits ein Todesopfer

Mindestens ein Todesopfer forderte "Nemo2 bereits. Eine 18 Jahre alte Autofahrerin habe auf schneebedeckter Straße in Poughkeepsie (US-Staat New York) die Kontrolle über ihren Wagen verloren und einen Fußgänger überfahren, berichtete der TV-Sender CNN in der Nacht zum Samstag. Der 74 Jahre alte Mann sei nach dem Unfall ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben.

Boston Airport bleibt bis Sonntag geschlossen

In der Sturm-Region wurden rund 5300 Flüge und alle Zugverbindungen gestrichen. Mehr als 60 Flughäfen seien betroffen, meldete die Webseite "Flight Aware". Auch Flüge aus Deutschland an die Ostküste, etwa von Frankfurt/Main, wurden annulliert. Der Bostoner Logan Airport bleibe bis Sonntag (10.02.) geschlossen, berichtete CNN. Auch auf den New Yorker Flughäfen Newark und La Guardia waren alle Abflüge und Landungen abgesagt.

Schulen geschlossen, lange Schlangen vor Supermärkten

Laut "New York Times" wurde das Atomkraftwerk in Plymouth am Freitagabend abgeschaltet, da die Sromversorgung von außen unterbrochen worden war. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, erklärten die Behörden. Viele Schulen blieben am Freitag geschlossen, in einigen Städten wurden für Samstag angesetzte College-Eignungstests abgesagt. An Tankstellen und Supermärkten bildeten sich lange Schlangen. Auch in der Millionenmetropole New York schneite es heftig. Räumfahrzeuge
waren im Dauereinsatz. Die derzeit laufende Modewoche konnte aber ohne große Änderungen weitergehen.

Gefühlte Temperatur bei - 32 Grad

An einigen Orten der Ostküste fiel die gefühlte Temperatur wegen des Windes auf bis zu 32 Grad unter Null. Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) werde der Sturm jedoch abflauen, kündigten die Meteorologen an. Der TV-Sender Weather Channel taufte das Unwetter "Nemo". Der Name gehe nicht auf den gleichnamigen Fisch im Disney-Film, sondern auf Jules Vernes Kapitän Nemo zurück.

 

(dpa/mgä)