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Radio Hamburg

Massaker bei "Batman"-Premiere

Ist der Amokläufer zurechnungsfähig?

Aurora, 08.01.2013
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Der mutmaßliche Mörder James Holmes bei der Anklageerhebung im Juli 2012.

Am Montag (07.01.) hat in Aurora (Colorado) die Anhörung begonnen, in der zunächst darüber entschieden wird, ob James Holmes, Amokläufer der "Batman"-Premiere, zurechnungsfähig ist.

Gibt es einen Prozess gegen James Holmes, der im Juli in einem Kino in Aurora (Colorado) zwölf Menschen erschoss? Oder war er nicht zurechnungsfähig? Eine mehrtägige Anhörung soll Klarheit bringen.

Einzelheiten der Tat werden erstmals bekannt

Das  Massaker in einem Kino in der US-Stadt Aurora ist nun ein halbes Jahr her und erstmals erfährt die Öffentlichkeit Einzelheiten über die grausigen Szenen und den mutmaßlichen Schützen. Der zuständige Richter hatte nach dem Massaker eine Nachrichtensperre verhängt, die es Staatsanwaltschaft und Verteidigern verbot, Reporterfragen zu beantworten. Auch die Gerichtsdokumente waren bisher geheim. James Holmes ist in mehr als 160 Punkten angeklagt, darunter Mord und versuchter Mord. Bei der Anhörung soll entschieden werden, ob der Prozess gegen den 25-Jährigen eröffnet wird. Die Frage ist, ob Holmes zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war und in der Lage ist, dem Prozess zu folgen.

Beamte weinen bei Erinnerung an die Festnahme

Zum Auftakt der mehrtägigen gerichtlichen Anhörung schilderten Polizisten nun, wie ungewöhnlich ruhig und "entspannt" der Amokläufer James Holmes bei seiner Festnahme kurz nach dem Blutbad gewirkt habe. Einige der Beamten brachen in Tränen aus, als sie ihre Erinnerungen an die Tatnacht schilderten. Holmes hatte am 20. Juli während der Premiere des "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" das Feuer eröffnet, zwölf Menschen getötet und etwa 60 verletzt. "Es war, als ob es überhaupt keine normalen gefühlsmäßigen Reaktionen bei ihm gebe", zitiert die "Denver Post" Polizist Jason Oviatt im Zeugenstand. "Holmes stand nur einfach da. Er tat nichts... Er war nicht in Eile. Nicht erregt." Der Beamte habe den jungen Mann erst für einen Kollegen gehalten, weil er schusssichere Kleidung trug. Er habe erst Verdacht geschöpft, als Holmes vom Tatort weg lief.

Holmes verfolgt Aussagen ausdruckslos und schweigend

Dem Sender CNN zufolge verfolgte Holmes die Aussagen im Gerichtssaal mit ausdruckslosem Gesicht und sagte kein Wort - auch als ein weiterer Zeuge mit tränenerstickter Stimme die Blutlachen im Kino schilderte. Sein buschiges Haar und sein langer Bart hätten im scharfen Kontrast zu den rotgefärbten Haaren bei seinem ersten Gerichtsauftritt wenige Tage nach dem Massaker gestanden. Die Anhörung soll noch die ganze Woche dauern. 

(dpa/mgä)