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Radio Hamburg

Keine Ruhe trotz Ramadan

Die Fronten in Ägypten bleiben verhärtet

Kairo, 10.07.2013
Proteste in Ägypten Juli 2013

Die Muslimbruderschaft hält weiterhin an dem Gedanken fest, Mursi nach seinem Sturz wieder als Präsidenten einzusetzen. 

Trotz des am Mittwoch (10.07.) begonnenen Ramadan, ist kein Ende der Proteste in Ägypten in Sicht und die Fronten bleiben verhärtet. 

Trotz Ramadan bleiben die Fronten in Ägypten verhärtet. Die Muslimbrüder lehnen die angebotene Regierungsbeteiligung ab.

Haftbefehle gegen Führer der Muslimbruderschaft

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehle gegen den Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Badia, und neun weitere Spitzenfunktionäre erlassen. Sie werden der Aufhetzung zur Gewalt im Zusammenhang mit den jüngsten Zusammenstößen mit mehr als 50 Toten beschuldigt. Die meisten Opfer waren Anhänger des gestürzten Präsidenten Mursi und wurden von der Polizei erschossen. Viele Islamisten vermuten, dass Mursi vom Militär festgehalten wird.

Islamistische Organisation lehnt Angebot der Regierung ab

Kurz zuvor hatte die islamistische Organisation das Angebot abgelehnt, sich an einer ägyptischen Übergangsregierung zu beteiligen.  In der Muslimbruderschaft hat der vor einer Woche vom Militär gestürzte Präsident Mursi seine politische Heimat.

Mit Milliardenhilfen wollen Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait dem wirtschaftlich angeschlagenen Land finanziell helfen.

Blutvergießen soll vermieden werden

Kurz vor Beginn des Fastenmonats Ramadan am Mittwoch hatte das Amt von Übergangspräsident Adli Mansur eine Versöhnungsinitiative in der kommenden Woche angekündigt. Ziel sei es, die Spaltung in der Gesellschaft zu überbrücken und Blutvergießen zu vermeiden, schrieb die Zeitung «Al-Ahram» online. Die entmachtete islamistischen Organisation lehnte währenddessen die Initiative ab und forderte die Wiedereinsetzung Mursis.

Mansur hatte bereits zuvor einen Fahrplan für Verfassungsänderungen und Neuwahlen innerhalb von sechs Monaten präsentiert. Auch diesen hatte die Muslimbruderschaft zurückgewiesen.

Erneut Verletzte und Tote

Bei einem Angriff auf einen Polizeiposten auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel wurden währenddessen am Mittwoch erneut zwei Zivilisten getötet. Drei weitere Zivilisten sowie drei Polizisten seien zudem verletzt worden, als Unbekannte ein Feuer eröffneten, hieß es aus Sicherheitskreisen. Recherchen deuteten darauf hin, dass Soldaten ohne Not das Feuer auf Pro-Mursi-Demonstranten eröffnet hätten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte unverhältnismäßige Gewalt der Sicherheitskräfte, die sofort beendet werden müsse.

(dpa/pgo)