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Radio Hamburg

Unruhen in Ägypten

Mursi-Anhänger greifen Polizei an - Sieben Tote

Kairo, 16.07.2013
Ramadan in Ägypten

Die Proteste gegen Mursis Absetzung gehen weiter.

Neue Massenproteste in Ägypten. Auch die Krawallen gehen weiter. Erstmals seit dem Umsturz reist ein hoher Beamter der US-Regierung nach Kairo.

Die Stimmung in Ägypten bleibt aufgeheizt. Bei Krawallen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind in der Nacht zum Dienstag sieben Menschen getötet worden. 261 weitere Personen wurden verletzt, teilte der ägyptische Ambulanzdienst mit. Zehntausende Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi waren in Kairo und anderen Städten des Landes auf die Straße gegangen. Gruppen versuchten, die wichtige 6.Oktober-Brücke und andere Verkehrsknotenpunkte in Kairo zu besetzen und warfen Steine auf vorrückende Polizisten. Die Polizei verhinderte dies, indem sie Tränengas einsetzte. Insgesamt wurden rund 40 Personen nach Medienangaben festgenommen. Die Auseinandersetzungen dauerten auch weit nach Mitternacht an, berichteten die Zeitung "Al-Ahram" online und der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira.

Dutzende Verletzte bei Demonstration

Am frühen Dienstagmorgen waren noch Tausende Mursi-Anhänger auf der Straße. Auch aus anderen Städten Ägyptens wurden Pro-Mursi-Demonstrationen gemeldet. Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbruderschaft, aus der Mursi stammt, erklärte, Dutzende seien verletzt worden, als Tränengas- und Gummigeschosse auf friedliche Protestierende auf dem Ramses-Platz in Kairo abgefeuert worden seien. Al-Dschasira sprach von mindestens 22 Verletzten. Es habe viele Festnahmen gegeben. Die Demonstranten erklärten, sie würden die Proteste bis zur Freilassung Mursis fortsetzen.

US-Diplomat in Kairo

Bei einem Besuch in Kairo rief der stellvertretende US-Außenminister William Burns die Akteure in dem tief gespaltenen Land zu Dialog und Gewaltverzicht auf. Der Spitzendiplomat ist der erste hochrangige amerikanische und auch westliche Regierungsvertreter, der das Land nach dem Umsturz vom 3. Juli besucht. "Wir werden nicht versuchen, irgendein Modell aufzuzwingen2, erklärte Burns nach seinen ersten Gesprächen in der ägyptischen Hauptstadt. Washington lege aber Wert auf "gewisse demokratische Prinzipien". Der amerikanische Nahost-Diplomat will bis Dienstag in der Nil-Metropole bleiben.

Mursi soll freigelassen werden

Die USA verlangen - wie Deutschland - die Freilassung Mursis. Dieser wird seit seiner Entmachtung vom Militär an einem unbekannten Ort und ohne formelle Anklage festgehalten. Die USA unterstützen Ägypten mit jährlichen Hilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar. Davon sind 1,3 Milliarden Dollar für das Militär bestimmt. Diese Zahlungen müssten nach US-Rechtslage eingestellt werden, falls Washington den Umsturz als Militärputsch einstuft. (dpa/apr)

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