Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Zugunglück von Santiago

Ist der Zugführer ein chronischer Raser?

Santiago de Compostela, 27.07.2013

Ist der Lokführer des Zugunglücks in Spanien ein chronischer Raser oder wurde ihm ein Streich gespielt?

Der Zugführer des Unglücks in Santiago soll auf Facebook ein Foto der Tachometers mit Tempo 200 veröffentlicht haben. 

Ist der Zugführer des schweren Unglücks von Santiago wirklich ein unberechenbarer Raser? Fakt ist, dass er schon vier Kilometer vor der Unglücksstelle hätte anfangen müssen zu bremsen - doch das tat er nicht und raste mit einer Geschwindigkeit von rund 190 Kilometern pro Stunde in eine Kurve, in der höchstens 80 km/h erlaubt sind. Bisher verweigert der Zugführer die Aussage, hat aber bereits eingeräumt, dass er einen Fehler gemacht hat.

Garzón sei immer mit Verspätung eingelaufen

Seine Kollegen nehmen den 52-Jährigen währenddessen in Schutz und sagen der spanischen Zeitung "El Mundo" gegenüber, dass er kein Raser sei. Immer wenn ein Zug mit Verspätung in den Bahnhof einlief, hätten seine Kollegen oft gewitzelt und gesagt: "Da kommt Garzón wieder". Er sei auf keinen Fall unvorsichtig mit den Zügen gefahren und habe große Erfahrungen mit der Strecke.

Prahl-Bild auf Garzón Facebook-Seite

Daher ist es umso mysteriöser, dass Garzón angeblich ein Foto auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, auf dem das Tachometer mit Tempo 200 zu sehen ist. Inzwischen wurde die Seite jedoch auf richterliche Anordnung gesperrt. Die Zeitung "ABC" veröffentlichte einen Screenshot des Eintrages, wo zu sehen ist, dass einer seiner Kontakte unter dem Bild witzelt: "Du bist mit Vollgas unterwegs". Als Antwort soll Garzón geschrieben haben: "Ich bin am Limit. Wenn ich noch schneller fahre, bekomme ich eine Strafe".

Laut mehreren Medienberichten kann es sich um eine Fälschung des Eintrages halten, denn das Foto soll erst nach dem Unfall hochgeladen worden sein.

Garzón wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Er wurde auf die Hauptpolizeiwache in Santiago de Compostela, dem Unglücksort, gebracht. 

(pgo)