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Radio Hamburg

Die Kardinäle kommen zusammen

So wird ein neuer Papst gewählt

Hamburg, 04.03.2013
Sixtinische Kapelle

Die Wahl eines neuen Papstes erfolgt in der Sixtinischen Kapelle nach einem strengen Ritual.

Wie wird ein neuer Papst gewählt und welche Nachfolger-Vorschläge gibt es?

Der Papst ist abgetreten. Zum ersten Mal seit 700  Jahren hat sich ein Oberhaupt der katholischen Kirche entschieden, das höchste Amt aufzugeben. Zuletzt hatte 1294 ein Papst aus freien Stücken sein Amt abgegeben. Das war Coelestin V.. 1409 wurde Gregor XII. abgesetzt, trat aber erst sechs Jahre später offiziell zurück.

In Rom kommen ab dem 04.03. die Kardinäle zusammen, um das Konklave vorzubereiten. Eine der wichtigsten Entscheidungen die sie treffen müssen, ist ob die Papst-Wahl früher als sonst üblich beginnen soll. Der deutsche Kardinal Walter Kasper hat sich dagegen ausgesprochen, das anstehende Konklave zur Wahl des neuen Papstes vorzuziehen. Das sagte er der "Stuttgarter Zeitung".

Wer soll Benedikts Nachfolger werden?

Nach der Rücktrittsankündigung setzten sofort Spekulationen über mögliche Nachfolger ein. Ein irischer Buchmacher setzt auf Kardinal Marc Ouellet aus dem kanadischen Quebec. Auch zwei Afrikaner werden genannt: Peter Turkson aus Ghana und Francis Arinze aus Nigeria. Aus Lateinamerika wird vor allem der Erzbischof von Sao Paulo, Kardinal Otto Scherer, als einer der Favoriten gehandelt. Oder doch wieder ein Italiener? Der Mailänder Erzbischof Angelo Scola hätte Chancen, heißt es, aber auch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Auf der Internetseite  http://www.paddypower.com sind alle möglichen Papst-Nachfolger aufgeführt.

So wird ein neuer Papst gewählt

Das neue Kirchenoberhaupt soll noch bis Ostern gewählt werden, Papst Benedikt XVI. bleibt bis zum 28. Februar 2013 im Amt. Damit ein neuer Papst gewählt werden kann, müssen sich die Kardinäle zum sogenannte Konklave zusammensetzen. Konklave bedeutet soviel wie "zusammen einschließen", um über die Nachfolge zu beraten. Frühestens 15, aber spätestens 20 Tage nach dem Rücktritt des scheidenden Papstes darf die Konklave zusammenkommen. Für die Wahlgänge gibt es ein spezielles Zeremoniell und es muss eine Zwei-Drittel-Mehrheit für den neuen Papst bestehen. So hat es Papst Benedikt XVI. erst während seines Pontifikats mit einen Wahl-Änderung bestimmt. 

Die Kardinale bekommen mindestens zwei Stimmzettel auf denen bereits die Worte "Eligo in Summum Pontificem" (Zum Papst wähle ich ...) stehen. Sie sollen dann möglichst mit verstellter Handschrift ihren Favoriten eintragen. Jeder Kardinal tritt in der Reihenfolge seiner Rangordnung an den Altar, hält den Wahlzettel für alle deutlich sichtbar in die Höhe, kniet kurz zum Gebet nieder und schwört: "Testor Christum Dominum, qui me iudicaturus est, me eum eligere, quem secundum Deum iudico eligi debere"  ("Ich rufe Christus, der mein Richter sein wird, zum Zeugen an, dass ich wähle, von dem ich glaube, dass er nach Gottes Willen gewählt werden muss.") Nachdem der Wahlzettel in die Urne gesteckt worden ist , wird die Urne von einem von drei Wahlhelfern verschlossen und geschüttelt, um die Stimmzettel zu durchmischen. Jeder der drei Wahlhelfer notiert den Namen des gewählten Kandidaten bei der Auszählung separat auf einem Zettel.

Warten auf den weißen Rauch

Die Wahlzettel eines ergebnislosen Wahlgangs werden mit nassem Stroh unter Beigabe von Öl oder Pech verbrannt, daher steigt von außen sichtbar schwarzer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle auf. War die Wahl erfolgreich, werden die Stimmzettel mit trockenem Stroh und reichlich Werg (Nebenprodukt der Langfaserproduktion) verbrannt, so dass weißer Rauch aufsteigt und den Wartenden die Wahl eines neuen Papstes signalisiert.

(aba/dpa)

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