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Radio Hamburg

Nach blutigem Attentat

Verstärkte Polizeipräsenz in London

London, 24.05.2013
Attentäter London Woolwich, Blutverschmierte Hände

Ein mutmaßlicher Täter sprach direkt nach der Tat in eine Handy-Kamera.

Zum Champions League Wochenende in London wird die Polizeipräsenz verstärkt. Die britische Polizei verhört mutmaßliche Komplizen.

Nach der mutmaßlichen Terrorattacke in London will die Polizei in den kommenden Tagen mit zusätzlichen Beamten Präsenz zeigen.

Verstärkte Polizeipräsenz zum Champions League Finale

Sie sollen vor allem an Orten mit Menschenmassen zum Einsatz kommen, teilten die Behörden mit. Für das Champions League Finale am Samstag werden Zehntausende Fans aus Deutschland erwartet. Die Finalteilnehmer Borussia Dortmund und Bayern München erklärten, sie reisten ohne Bedenken nach London.

Opfer war als Soldat in Afghanistan gewesen

Die britische Polizei arbeitet fieberhaft an der Aufklärung der brutalen Ermordung eines Soldaten, der in Afghanistan im Einsatz war. Die Hinweise deuten auf eine Tat mit islamistischem Hintergrund hin. "Dies sind große und komplexe Ermittlungen, die sich schnell verändern können", hieß es von Scotland Yard. Man verfolge zahlreiche Spuren. Am Donnerstagabend wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, ein Mann und eine Frau, beide 29 Jahre alt. Sie wurden von der Polizei verhört. Mehrere Wohnungen in verschiedenen Teilen Londons und in der Grafschaft Lincolnshire wurden durchsucht.

Mutmaßliche Täter waren polizeibekannt

Die beiden Hauptverdächtigen, die 22 und 28 Jahre alt sein sollen, lagen unter scharfer Bewachung weiter im Krankenhaus. Die Polizei hatte sie am Mittwoch angeschossen, nachdem sie mit den mutmaßlichen Tatwaffen in der Hand bei dem ermordeten Soldaten angetroffen hatten. Beide Männer hätten keine lebensgefährlichen Verletzungen, hieß es. Die Männer waren der Polizei bekannt. Der Sender BBC berichtete, einer von ihnen sei 2007 bei einer islamistischen Demonstration in Luton bei London dabeigewesen. Die beiden mutmaßlichen Täter hatten bei dem Mord islamistische Parolen ausgerufen. Bei den Männern soll es sich um britische Staatsbürger mit Verbindungen nach Nigeria handeln.

 

Junger Soldat hinterlässt einen Sohn

Der 25-jährige Soldat war unter anderem mit einem Fleischerbeil zu Tode gehackt worden. Er war Vater eines zweijährigen Sohnes und nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums 2009 in Afghanistan und danach auch in Deutschland (Celle) stationiert. Seine Familie drückte in einer Stellungnahme ihre Trauer aus und erklärte, er habe schon immer Soldat werden wollen. Bis zum Abend legten Menschen am Tatort Blumen nieder.

Muslimische Gruppen verurteilen Angriff

Mehrere muslimische Gruppen in Großbritannien verurteilten den mutmaßlichen Terrorangriff scharf. Eine solche barbarische Tat habe keinerlei Basis im Islam, hieß es am Donnerstag vom britischen Muslimrat. Alle Menschen und Gruppen, egal ob muslimisch oder nicht, müssten nun zusammenhalten. Die Polizei müsse dafür sorgen, dass keine Spannungen hochkochten. Der Rat betonte zudem, dass Muslime seit langem als Soldaten in der britischen Armee arbeiteten, und dies
mit Stolz täten.

Auch US-Präsident Barack Obama verurteilte den Mord aufs Schärfste. "Es kann absolut keine Rechtfertigungen für solche Taten geben", sagte der Präsident laut einer am Donnerstag in Washington veröffentlichten Mitteilung. Die USA stünden entschlossen an der  Seite Großbritanniens.

 

(dpa/mgä)