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Radio Hamburg

Brasilien

Unglück auf WM-Baustelle - Drei Arbeiter tot

São Paulo, 27.11.2013

Blick in das sich im Bau befindliche Itaquerao Stadion in São Paulo. Das Stadion ist am 27.11.2013 teilweise eingestürzt. (Archivbild)

In Brasilien ist es zu einem Unglück auf einer WM-Baustelle gekommen. Das Dach des Stadions in São Paulo stürzte teilweise ein, drei Arbeiter starben.

168 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sind Teile des WM-Stadions in São Paulo eingestürzt. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben, wie ein Feuerwehr-Sprecher mitteilte. In der Corinthians Arena soll am 12. Juni 2014 das WM-Eröffnungsspiel ausgetragen werden. Das schwere Unglück könnte die rechtzeitige Fertigstellung des Stadions gefährden.

Stadion war fast fertig

Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge gegen 12:00 Uhr mittags Ortszeit (27.11) durch einen umstürzenden Kran, der auf das Dach der Arena fiel. Dabei wurden große Teile der Dachkonstruktion beschädigt. Auch die Tribüne ist durch die heruntergefallenen Metallelemente in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Stadion, auch unter dem Namen Itaquerao bekannt, war nach zweieinhalb Jahren Bauzeit nahezu komplett fertiggestellt worden und hätte am 31. Dezember dem Fußball-Weltverband FIFA übergeben werden sollen. Arbeiter waren am Mittwoch dabei, das letzte Metall-Modul für die Dachkonstruktion einzusetzen.

FIFA-Chef reagiert bestürzt

In der Arena, dem Heimstadion des Erstliga-Clubs Corinthians, sind neben der WM-Eröffnungspartie des Gastgebers Brasilien drei WM-Gruppenspiele, ein Achtel- sowie ein Halbfinale geplant. Die Kosten für das Stadion werden mit rund 855 Millionen Reais (273 Millionen Euro) angegeben. Die Arena soll zur WM inklusive temporärer Sitztribünen Platz für über 69.000 Zuschauer bieten. FIFA-Chef Joseph Blatter reagierte in einer ersten Stellungnahme bestürzt. "Ich bin zutiefst traurig über den tragischen Tod der Arbeiter an der Corinthians Arena. Unser herzliches Beileid gilt ihren Familien", schrieb Blatter auf Twitter. Auch Generalsekretär Jerome Valcke zeigte sich "extrem geschockt".

Untersuchung des Unglücks folgt

Das Baukonsortium Odebrecht sowie die lokalen Behörden kündigten an, eine Untersuchung einzuleiten, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Für WM-Gastgeber Brasilien ist der Unfall ein weiterer Rückschlag im Wettlauf gegen die Zeit bei der Fertigstellung der Sportstätten. Immer wieder war es zu Verzögerungen gekommen. Neben dem Stadion in São Paulo sind bei weiteren fünf Arenen die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Dabei handelt es sich um die Stadien in Porto Alegre, Manaus, Cuiaba, Natal und Curitiba. (dpa)

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