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Radio Hamburg

Einkaufszentrum in Lettland

Viele Tote nach Dacheinsturz in Riga

Riga, 22.11.2013

Nach dem Einsturz des Dachs eines Einkaufszentrums in Riga sind die Retter weiterhin im Einsatz.

Nach dem Einsturz des Dachs eines Einkaufszentrums in der lettischen Hauptstadt Riga ist die Zahl der Toten auf inzwischen 43 gestiegen.

Beim Einsturz des Daches eines Einkaufszentrums in der lettischen Hauptstadt Riga sind mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Weitere Vermisste werden unter den Trümmern vermutet. Zudem seien mehr als 30 Menschen bei der Tragödie verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Agentur Leta zufolge. Wie viele Opfer genau sich noch in den Ruinen befinden, sei unklar.

Trotz eines Alarmsignals sei das Gebäude am Vorabend nicht evakuiert worden, da es "keine offensichtlichen Anzeichen von Feuer" gegeben habe, sagte ein Sprecher des Supermarktbetreibers in dem baltischen EU-Land. Das Dach brach kurze Zeit später auf einer Fläche von mindestens 500 Quadratmetern ein.

Rettungskräfte und Soldaten im Einsatz

Die Ursache des Unglücks war weiterhin unklar. Medien in Riga bezeichneten die Tragödie als größten Unfall in der Geschichte Lettlands seit der Unabhängigkeit 1991. Örtliche Fernsehsender zeigten am Freitag, wie Soldaten mit Spürhunden nach Vermissten suchten. Rettungskräfte räumten mit Spezialkränen an der Unfallstelle schwere Betonteile und geborstene Stahlträger zur Seite. Zahlreiche Anwohner legten vor der Absperrung Blumen nieder und stellten Kerzen auf.

Der lettische Polizeichef nannte drei mögliche Gründe für das Unglück: entweder sei der 2011 eröffnete Supermarkt falsch geplant worden oder die Baustruktur wie die Statik sei nicht in Ordnung gewesen. Möglicherweise seien auch Bauarbeiten auf dem Gebäude eine Ursache gewesen. Das Flachdach war am Donnerstagabend (21.11.) eingebrochen. Das Gebäude sei daraufhin wie ein Kartenhaus eingestürzt, sagte Vizebürgermeister Andris Ameriks. Zeugen berichteten von einem Alarmsignal, das vor dem Einsturz zu hören gewesen sei. "Wir ermitteln, ob dies möglicherweise von der Gebäudeverwaltung vernachlässigt wurde", sagte ein Polizeisprecher.

Innenminister Rihards Kozlovskis sprach von einem "tragischen und schwarzen Tag in der Geschichte Lettlands". Unter den Toten sind drei Feuerwehrmänner, mindestens sieben weitere Helfer wurden bei dem Einsatz verletzt. Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes sprach von einer sehr komplizierten und gefährlichen Hilfsaktion. Es sei nicht auszuschließen, dass noch stehende Teile einstürzen. Krankenhäuser riefen zu Blutspenden auf. (dpa/apr)

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