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Radio Hamburg

Taifun "Haiyan"

Trümmerfeld auf den Philippinen

Manila, 09.11.2013
Taifun, China, Zerstörung

Straßen und Häuser sind vollkommen verwüstet. Mehr als 100 Menschen sollen ums Leben gekommen sein.

Nachdem der Super-Taifun "Haiyan" über die Philippinen hinweggezogen ist, ist das Ausmaß der Verwüstung nun sichtbar.

Der Super-Taifun "Haiyan" ist mit bis zu 300 Stundenkilometern über die Philippinen gejagt und hat Spuren der Verwüstung hinterlassen.

Das Ausmaß der Zerstörung

80 Prozent der Hafenstadt Tacloban sollen zerstört worden sein. "Das letzte Mal, dass ich Zerstörung in diesem Ausmaß gesehen habe, war nach dem Tsunami im Indischen Ozean", berichtet ein UN-Mitarbeiter der dpa.

Im Katastrophengebiet auf den Philippinen herrscht zwei Tage nach dem Taifun "Haiyan" großes Elend. Verzweifelte Menschen plünderten am Sonntag in der Stadt Tagloban auf der Suche nach Essbarem und Trinkwasser Geschäfte, wie Augenzeugen berichteten. Auf der verwüsteten philippinischen Insel Leyte sei ein Lasterwagenkonvoi mit Versorgungsgütern 20 Kilometer südlich von Tacloban gestoppt und geplündert worden, berichtete Rotkreuz-Chef Richard Gordon im Fernsehen. Entlang der Straßen liegen überall Leichen, notdürftig mit Planen abgedeckt. Angehörige sind nicht in Sicht. In den Trümmern suchen Familien nach Essbarem. Immer wieder regnet es heftig.

Es ist von mehreren Tausend Toten auszugehen

Das Rote Kreuz geht derzeit von tausenden Toten aus. "Wir haben Leichensäcke in die Region geschickt. Wir schauen, wo die Toten begraben werden können, vielleicht in einem Massengrab", sagt Eric Tayag vom Gesundheitsministerium.

 

4 Millionen Menschen betroffen

Präsident Benigno Aquino machte sich in der Region ein Bild von der Verwüstung und den Hilfsmaßnahmen. Er zeigte sich verärgert, dass die Katastrophenschutzbehörden trotz Wetterwarnungen nicht mehr Menschen besser geschützt haben, wie ein lokaler Radiosender berichtete. Die Katastrophenhilfe lief zwar an, aber zerstörte Flughäfen, beschädigte Häfen und kaputte oder verschüttete Straßen machten die Verteilung der Hilfsgüter zu einem logistischen Alptraum. Hunderttausende Menschen warteten dringend auf Hilfe.

"Haiyan" traf am Freitagmorgen (08.11.) an fünf Orten gleichzeitig auf Land. In den betroffenen Regionen wurden zahlreiche Strom- und Telefonleitungen zerstört. Die Orte sind nur schwerlich zu erreichen, da umgefallene Bäume und herumliegende Trümmerteile die Straßen versperren. Zwölf Flughäfen sowie mehrere Fährhäfen stellten ihren Verkehr ein.

Nach Schätzungen waren von dem Taifun rund 4 Millionen Menschen betroffen. 800.000 davon flüchteten ins Landesinnere. Nun kehren sie zurück in ihre völlig zerstörten Orte. Fotos zeigen Bilder der absoluten Verwüstung. Trümmerfelder, soweit das Auge reicht – zerstörte Straßenzüge und Häuser – dazwischen Menschen die nach Überlebenden suchen oder Tote mit Schubkarren transportieren.

Am Montag trifft "Haiyan" auf Vietnam

Taifun "Haiyan" zog am Samstag über das Südchinesische Meer weiter Richtung Vietnam. Doch jetzt heißt es Aufatmen.

Auf dem Weg nach Vietnam schwächte der Taifun sich deutlich ab und sollte dort am Montag nur noch als tropischer Sturm die Küste erreichen. Hunderttausende Menschen, die bereits in Sicherheit gebracht worden waren, durften in ihre Häuser zurückkehren.

(vun/dpa)

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