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Radio Hamburg

US-Drohnenangriff

Taliban-Chef getötet

Islamabad , 02.11.2013
Global Hawk, Euro Hawk, Drohen

Eine US-Drohne hat den Chef der pakistanischen Taliban getötet. Dies wurde am späten Freitagabend (01.11.2013) bestätigt.

Der Chef der pakistanischen Taliban wurde bei einem US-Drohnenangriff getötet. Ein Nachfolger ist bereits ernannt worden.
 

Der Chef der pakistanischen Taliban, Hakimullah Mehsud, ist nach offiziellen Angaben aus Pakistan bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Das teilten Sprecher sowohl des pakistanischen Militärs als auch der Taliban am Freitag (01.11.2013) mit. Die pakistanischen Behörden verstärkten aus Angst vor Anschlägen die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Plätzen und Bahnhöfen. Eine Bestätigung aus Washington gab es zunächst nicht. US-Regierungssprecher Jay Carney verweigerte jeden Kommentar über operative Dinge. Die USA hatten ein Kopfgeld von bis zu fünf Millionen Dollar auf den Taliban-Führer ausgesetzt. Mehsud wurde den Berichten zufolge mit drei weiteren Taliban in einem Versteck im Nordwesten des Landes aufgespürt. Eine Drohne feuerte demnach vier Raketen auf den Unterschlupf der Extremisten. Dabei seien mindestens zwei weitere führende Mitglieder der Tehrik-e-Taliban Pakistan ums Leben gekommen. Die Taliban sprachen später von insgesamt fünf Toten bei dem Angriff. Mehsuds Stellvertreter Wali ur Rehman war bereits Ende Mai bei einem Drohnenangriff im Grenzgebiet zu Afghanistan ums Leben gekommen. Auch sein Vorgänger Baitullah Mehsud war 2009 bei einem ähnlichen Angriff getötet worden.

TTP für 40.000 Tode verantwortlich

Der heute rund 30 Jahre alte Hakimullah Mehsud galt als kampferprobter und skrupelloser Gotteskrieger. Unter seiner Führung soll die Tehrik-e-Taliban Pakistan unter anderem Angriffe gegen Nachschubkonvois für die US- und Nato-Soldaten in Afghanistan verübt haben. Im August 2007 soll er die Entführung von knapp 300 Regierungssoldaten in Süd-Waziristan angeführt haben. Auch für Anschläge auf zivile Ziele wurde er verantwortlich gemacht. In den vergangenen Tagen hatten sich Anzeichen für Friedensverhandlungen mit den pakistanischen Taliban gemehrt. Zu dem US-Angriff im Stammesgebiet Nord-Waziristan war es unmittelbar vor diesem geplanten Beginn von Friedensgesprächen der Regierung mit der TTP gekommen. Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan nannte den Drohnenangriff einen Versuch, die Gespräche zu «sabotieren». Informationsminister Pervaiz Rashid sagte, seine Regierung setzte weiter auf Friedensverhandlungen. Frühere Versuche, die Gewalt in Pakistan durch Verhandlungen zu beenden, sind stets erfolglos geblieben. Die pakistanische Regierung macht Extremisten-Gruppen wie die TTP für den Tod von 40.000 Menschen verantwortlich.

Nachfolger bereist ernannt

Einen Tag nach dem Tod des pakistanischen Taliban-Chefs haben die Extremisten bereits einen neuen Anführer bestimmt. Khan Said Sajna sei bei einer Ratsversammlung der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) am Samstag ernannt worden, sagte ein TTP-Kommandeur am Samstag per Telefon. Demnach war Sajna ein enger Verbündeter des 2009 ebenfalls bei einem Drohnenangriff getöteten TTP-Gründers Baitullah Mehsud. Er gehört dem Mehsud-Stamm an und ist in Laddah in Süd-Waziristan beheimatet. Sein Alter wird auf Ende 30 oder Anfang 40 geschätzt.

(dpa/fbu)

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