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Radio Hamburg

Weltmeisterschaft 2014

Forscher bekämpfen Dengue-Fieber

Hamburg , 08.11.2013
RHH - Expired Image

Das Dengue-Fieber kann wie eine normale Grippe verlaufen, kann aber auch deutlich stärkere Symptome zeigen, die im Extremfall bis zum Tod führen können.

Zur Fußball-WM 2014 werden viele Menschen aus aller Welt in Brasilien erwartet. Doch in dem Land kommt das gefährliche Dengue-Fieber vor. 

In einem gemeinsamen Projekt arbeiten Hamburger und brasilianische Wissenschaftler an Maßnahmen gegen das durch Mücken übertragene Dengue-Fieber. Mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2016 werden Mückenfallen aufgestellt, um die Insekten zu fangen und auf Dengue-Viren zu untersuchen, teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg am Freitag mit. Auf diese Weise soll festgestellt werden, an welchen Orten mit Viren infizierte Mücken vorkommen, und die Gefahr für eine Ansteckung besser eingeschätzt werden. Zudem würden Forscher der Bundesuniversität Rio de Janeiro bei der Arbeit unterstützt und Jugendliche in den Armenvierteln der Stadt in Schutzmaßnahmen ausgebildet, hieß es. Das Auswärtige Amt stellt im Rahmen des Deutschen Biosicherheitsprogramms der Bundesregierung rund 350.000 Euro für das Projekt zur Verfügung.

Mehr als 180.000 Erkrankungen in Rio de Janeiro

Fieber, Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen sowie Grippeerscheinungen sind Symptome des Dengue-Fiebers, das in besonders schweren Fällen zu lebensgefährlichen Blutungen führen kann. Im vergangenen Jahr wurden im Bundesstaat Rio de Janeiro mehr als 180.000 Erkrankungen gemeldet. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht.

Bekämpfung der Erreger läuft

In Deutschland sind im Jahr 2013 laut Robert Koch-Institut bisher rund 700 Fälle gemeldet worden, bei denen die Erkrankung aus dem Ausland mitgebracht wurde. Davon seien 25 aus Brasilien, sagte der Virenexperte Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut. Die Krankheit kommt vor allem in asiatischen Ländern wie Thailand oder in Mittel- und Südamerika vor. Bis zur Fußball-WM 2014 will man mehr über das gefährliche Fieber herausfinden. Aktuelle Ziele der Studien sind unteranderem die Identifizierung von besonders gefährdeten Gebieten; Mücken und Brutstätten bekämpfen und die Bevölkerung sowie Besucher der WM über Auswirkungen des Fiebers aufklären.

Jungendliche als "kleine Dengue-Experten"

Der spendenfinanzierte Verein IRESO wurde 2012 gegründet und kümmert sich um Kinder und Jugendliche in Brasilien. Jugendliche aus den Favelas sollen nun von Wissenschaftlern der Bundesuniversität zu "kleinen Dengue-Experten" geschult werden, in der Hoffnung, dass sie ihr Wissen weitertragen. Für dieses Projekt ständen auch Spenden in Höhe von mehr als 75.000 Euro Verfügung, hieß es.

(dpa/fbu)

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