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Radio Hamburg

Ägypten in der Krise

Mehr als 40 Tote nach Ausschreitungen

Kairo, 07.10.2013
Kairo, Ägypten, Räumung von Mursi-Anhänger-Lager

Eine neue Gewaltwelle erschüttert Kairo: Bei Demonstrationen kam es erneut zu Ausschreitungen. Mehr als 40 Menschen sollen getötet worden sein. 

Am 40. Jahrestag des arabischen Angriffs auf die israelischen Truppen im Jom-Kippur-Krieg fand eine Reihe von gewaltsamen Ausschreitungen statt.
 

Ein neuer Gewaltausbruch erschüttert Ägypten: Bei Zusammenstößen von Islamisten, deren Gegnern und Sicherheitskräften kamen am Sonntag (06.10.) mindestens 44 Menschen in dem nordafrikanischen Land ums Leben. Mehr als 240 Menschen wurden verletzt. Anhänger des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi, der aus der islamistischen Muslimbruderschaft kommt, sowie Unterstützer der Armee hatten am Sonntag zu Demonstrationen aufgerufen.

Kundgebungen beider Fraktionen

In Kairo wurden allein 24 Menschen getötet, im nahen Giza 15 weitere. Auf dem zentralen Tahir-Platz der Hauptstadt waren Tausende Unterstützer der Armee anlässlich der Feierlichkeiten zusammengekommen. Ursprünglich wollten Islamisten dort eine Großkundgebung abhalten. Sicherheitskräfte stellten sich zwischen die politischen Lager.

Stundenlange Kämpfe

Rund um den Platz lieferten sich Anhänger der Muslimbrüder und Sicherheitskräfte anschließend stundenlang Kämpfe. Die Polizei nahm nach Angaben staatlicher Medien mehr als 400 Anhänger der Muslimbrüder fest. Die Muslimbruderschaft forderte auf ihrer Internetseite eine internationale Untersuchung der Vorfälle.

Übergriffe auf Polizei

Bereits am Samstag (05.10.2013) war es in Ägypten zu gewaltsamen Übergriffen gekommen: Bei einem Feuergefecht zwischen Soldaten und Aufständischen wurden vier Menschen erschossen. Bewaffnete hatten laut der Meldung einen Armeeposten auf einer Verbindungsstraße zwischen Kairo und der Suezkanal-Stadt Ismailia attackiert. Die Angreifer seien getötet, in ihrem Fahrzeug Sturmgewehre gefunden worden.

Anhaltende Gewaltwelle

Auch am Montag (07.10.2013) haben mutmaßliche Extremisten zehn Angehörige von Armee und Polizei getötet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben fünf Polizisten, als in der Stadt Al-Tur eine Autobombe auf dem Gelände der Sicherheitsdirektion der Provinz Süd-Sinai detonierte. Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille in der Provinz Ismailija wurden fünf Soldaten erschossen. Insgesamt wurden über 80 Menschen verletzt.

(dpa/fbu)

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