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Radio Hamburg

Anschlag im Jemen

Deutscher Leibwächter stirbt vor Supermarkt

Sanaa, 07.10.2013
Krawalle vor US-Botschaften

Der Jemen ist ein von Krisen geplagtes Land. In letzter Zeit kommt es immer wieder zu Anschlägen und gewaltsamen Übergriffen.

Ein deutscher Botschaftsmitarbeiter ist bei einem Überfall in Jemens Hauptstadt Sanaa getötet worden. Terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen.
 

Nach jemenitischen Medienberichten wollten Unbekannte den Deutschen am Sonntag (06.10.2013) vor einem Einkaufszentrum im südlichen Stadtteil Hadda entführen. Als dieser sich weigerte und wehrte, wurde er getötet. Augenzeugen berichten von drei bewaffneten Männern, die nach der Tat in einem schwarzen Auto flüchteten.

Botschafterin als Ziel vermutet

Örtliche Medien berichten, dass das eigentliche Ziel des Anschlags die deutsche Botschafterin gewesen sein soll. Sie sei aber davongekommen. Botschaft und Einkaufszentrum befinden sich im Diplomatenviertel der Stadt. Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes wies diese Darstellung zurück.

Botschafterin seit 30.09 im Amt

Die deutsche Botschafterin im Jemen, Carola Müller-Holtkemper, hatte am 30. September offiziell ihr Amt angetreten. Die 57-Jährige war zuvor Botschafterin in Albanien. Als Botschaftsmitarbeiterin war sie ferner in den arabischen und nordafrikanischen Ländern Jordanien, Ägypten und Marokko tätig.

Krisengebeuteltes Land

Die Deutsche Botschaft in Sanaa war erst im August wegen einer akuten Terrorwarnung für zwei Wochen geschlossen worden, ebenso auch andere westliche Vertretungen. Im krisengebeutelten Jemen ist die Terrorgruppe Al-Kaida aktiv. Westliche Geheimdienste halten sie derzeit für einen der gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerkes weltweit.

(dpa/fbu)

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