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Radio Hamburg

Flüchtlingsdrama in Lampedusa

Verantwortlicher Kapitän festgenommen

Rom, 08.10.2013
Lampedusa, Flüchtlinge

Bisher wurden 235 Leichen im Meer vor der Insel Lampedusa geborgen. 155 Menschen konnten gerettet werden.

Während der Kapitän des Flüchtlingsschiffes von Lampedusa festgenommen wurde, entbrennt in der EU eine Debatte um die Flüchtlingspolitik.

Der Kapitän des am vergangenen Donnerstag (03.10.) vor der italienischen Insel Lampedusa gesunkenen Flüchtlingsbootes ist in Italien festgenommen worden.

Mindestens 235 Tote

Dem 35-jährigen Tunesier wird mehrfacher vorsätzlicher Totschlag und Havarie vorgeworfen, so italienische Medien. Bei dem Bootsunglück sind mindestens 235 Menschen bei der Flucht von Afrika nach Europa ums Leben gekommen.

Debatte um Europas Flüchlingspolitik

65.000 Flüchtlinge nehme Deutschland pro Jahr auf, argumentiert Bundesinnenminister Hams-Peter Friedrich. Italien dagegen nehme nur 15.000 Flüchlinge im Jahr auf. Daher sieht die Verantwortung Deutschlands damit als erfüllt an.

Flüchtlingsforscher Olaf Kleist hält in einem Interview dagegen und sagt, dass dafür in Italien deutlich mehr Asylanträge durchkommen als in Deutschland.

Verbesserungen der Seenotrettung

Bei dem Treffen der EU-Minister wird auch über Verbesserungen bei der Seenotrettung besprochen. Auch so könnte etwas dagegen getan werden, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken.

(dw/dpa/kru)

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