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Radio Hamburg

Fukushima

Bergung von 1.500 Brennstäben genehmigt

Fukushima , 30.10.2013

Die japanische Regierung hat die Umlagerung von Brennstäben aus dem Reaktor 4, der seit 2011 stark beschädigt ist, genehmigt.

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sollen über 1.500 beschädigte Brennstäbe umgelagert werden. Die Regierung hat dem Betreiber Tepco grünes Licht für die Bergung der radioaktiven Brennstäbe gegeben, erklärte die zuständige Atomaufsichtsbehörde. Die Bergung soll Mitte November mit einem Kran beginnen. Dabei sollen die Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 4 gehoben und in ein anderes Becken umgelagert werden.

Reaktor 4 nach Explosion teilweise zerstört

Das alte Becken des Reaktors 4 liegt seit einer Explosion am 15.März 2011, die einen Teil der Außenfassade wegerissen hat, unbedeckt da. Das Kraftwerk Fukushima war zuvor durch ein Erdbeben und einen Tsunami stark beschädigt worden, was zu mehreren Kernschmelzen führte.

Experten warnen vor atomarer Katastrophe

Experten fürchten allerdings, dass die Bergung der Brennstäbe zu einer weiteren Katastrophe führen könnte und verweisen auf die großen Mengen an radioaktivem Material. Die meisten Stäbe seien abgebrannt und hätten zusammen einen Anteil an radioaktiven Cäsium wie 5000 Atombomben jener Bauart, die 1945 Hiroshima zerstörten, sagte der Atomwissenschaftler Hiroaki Koide. Andere Experten sehen die Gefahr aber deutlich geringer: Im Regelfall sind die Brennstäbe nach drei Jahren abgekühlt und können trocken gelagert werden. Dies dürfte inzwischen auf die meisten Brennelemente aus dem Abklingbecken zutreffen. Die Umlagerung der Brennstäbe sei "ein großer Schritt im Prozess zur Stilllegung des Reaktors", sagte Toyoshi Fuketa. Tepco hatte bereits im Juli 2012 probehalber zwei Brennstäbe aus dem Kühlbecken entfernt.

Tepco ist überfordert

Nach Medienberichten will Japans Regierung dem Betreiber Tepco allerdings die Befugnisse bei den Aufräumarbeiten entziehen. In der Vergangenheit war immer wieder klargeworden, dass der Betreiber mit der Situation überfordert ist. Auch die Überlegungen, eine eigene Einheit zum Beseitigung der Brennstäbe zu bilden, ist in der Diskussion. Tepco wurde vergangenes Jahr mit Steuermitteln gerettet und damit de facto verstaatlicht. Über die Frage, inwieweit die Regierung sich direkt in die Firma einmischen soll, wird in Japan aber kontrovers debattiert. Zu den Vorschlägen der Regierung wollte sich der Konzern zunächst nicht äußern. Tepco versucht seit zweieinhalb Jahren Herr der Lage in Fukushima zu werden, doch die Pannenserie am havarierten Atomkraftwerk reißt nicht ab.

(dpa/fbu)

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