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Radio Hamburg

Konfliktgebiet Nordkaukasus

Terroristin zündet Sprengsatz - Mindestens sechs Tote

Moskau, 21.10.2013

In diesem Bus in Wolgograd hat die Islamistin eine Granate gezündet.

Eine Terroristin aus dem Konfliktgebiet Nordkaukasus hat sich in der russischen Stadt Wolgograd in die Luft gesprengt. Viele Menschen starben.

Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Stadt Wolgograd hat eine Islamistin in einem Bus einen Sprengsatz gezündet und mehrere Menschen in den Tod gerissen. Ermittler sprachen deutlich von einem Terroranschlag. Dabei starben mindestens sechs Menschen, wie das nationale Ermittlungskomitee mitteilte. Medien im früheren Stalingrad sprachen von bis zu zehn Toten. Knapp 30 Menschen wurden verletzt.

Islamisten kämpfen um unabhängiges Kaukasusemirat

Kremlchef Wladimir Putin werde über die Entwicklungen laufend informiert, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow. Die Tat sei nach ersten Erkenntnissen von der Frau eines islamistischen Terroristen begangen worden, sagte der Sprecher des nationalen Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, im russischen Staatsfernsehen. Die 30-Jährige stamme aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Konfliktgebiet Nordkaukasus. Dort kämpfen Islamisten - wie auch in der Nachbarrepublik Tschetschenien - um ein von Moskau unabhängiges Kaukasusemirat. Die Täterin sei anhand von Dokumenten identifiziert worden, sagte Markin. Sie sei die Ehefrau eines Bandenführers gewesen.

In dem Bus explodierte Medien zufolge eine Handgranate. Eine weitere Granate sei nicht gezündet und später entschärft worden, berichtete die Zeitung 3Komsomolskaja Prawda§. Durch die Druckwelle waren in dem Bus die Scheiben geplatzt. Der Terroristenchef des russischen Konfliktgebiets Nordkaukasus, Doku Umarow, hatte Anfang Juli nach längerer Pause zu neuen Anschlägen aufgerufen. Ziel sei es, die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu verhindern, hatte er erklärt. Die Spiele sollen am 7. Februar in dem Schwarzmeerkurort eröffnet werden. Die Sicherheitsvorkehrungen dort gelten als beispiellos.

Rache der Schwarzen Witwen

Der Sprengsatz sei am Körper der Frau befestigt gewesen, sagte der Vizechef der örtlichen Ermittlungsbehörden, Waleri Safonow. In der Vergangenheit hatten in Russland immer wieder so bezeichnete Schwarze Witwen Selbstmordanschläge verübt, um auf diese Weise den Tod ihrer Männer zu rächen. Spurensicherer fanden am Ort der Detonation - der Haltestelle Lessobasa im Stadtteil Krasnoarmejski - auch Leichenteile. Der Anschlag ereignete sich am Nachmittag. Unter den Opfern waren Medien zufolge vor allem Studenten der Wolgograder Universität. Überlebende berichteten, dass die Frau kurz nach dem Einsteigen in den Bus den Sprengsatz gezündet habe. (dpa)

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