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Radio Hamburg

Mindestens 110 Tote

Erdbeben auf den Philippinen

Manila, 16.10.2013

Zahlreiche Straßen, Brücken und Gebäude wurden beschädigt. Ihre Trümmer begruben Menschen und fielen auf die Straßen und Autos.

Bei dem schlimmsten Erdbeben seit 1990 sind auf den Philippinen mindestens 110 Menschen umgekommen. Die Suche nach Überlebenden geht weiter.

Einen Tag nach dem schwersten Erdbeben auf den Philippinen seit 23 Jahren sind Ausmaß von Tod und Zerstörung langsam deutlich geworden. In den ersten 36 Stunden nach dem heftigen Erdstoß wurden 110 Leichen geborgen, wie der Katastrophenschutz am Mittwoch (16.10.) berichtete.

Suche nach Verschütteten

Unter den Trümmern wurden immer noch eingeschlossene Menschen vermutet. Erst drei konnten nach Berichten von Lokalmedien gerettet werden. Die Helfer hatten Probleme, die betroffenen Ortschaften zu erreichen. Erdrutsche und Felsbrocken blockierten viele Straßen auf der Insel Bohol, wo das Epizentrum lag.

Das stärkste Beben seit 1990

Das Erdbeben ereignete sich am Dienstagmorgen (15.10.) in der Region der Visayas in den Zentralphilippinen. Es hatte eine Stärke von 7,2. Bei einem Beben der Stärke 7,6 waren 1990 in Luzon im Norden des Landes rund 2 500 Menschen gestorben. Insgesamt wurden nach Angaben der Behörde mindestens 300 Menschen verletzt, auf Bohol rund 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila und auf der Nachbarinsel Cebu in 60 Kilometern Entfernung vom Epizentrum. 2,8 Millionen Menschen seien von dem Erdbeben betroffen. 12 600 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften,bei Bekannten oder unter freiem Himmel.

Infrastruktur zerstört

Auf Bohol und Cebu waren zahlreiche Straßen, Brücken und Gebäude beschädigt worden oder teilweise eingestürzt, darunter Einkaufszentren, Krankenhäuser, Behörden, Hotels und Markthallen. Präsident Benigno Aquino besuchte das Gebiet am Mittwoch und mahnte Geschäfte und Unternehmer in der Region, trotz Nachschubengpässen die Preise für Lebensmittel nicht in die Höhe zu treiben.

Mehr als 800 Nachbeben

Das Vulkaninstitut registrierte mehr als 800 Nachbeben, wie Direktor Renato Solidum sagte. Zwölf seien spürbar gewesen. Fast die Hälfte der Provinz Bohol war am Mittwoch noch ohne Strom. Die Reparaturen an Straßen und Brücken werde mindestens einen Monat dauern, teilte das Amt für öffentliche Baumaßnahmen mit. 

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