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Radio Hamburg

Protestwelle um Nikolaus

Niederländer wollen den "Zwarten Piet" behalten

Den Hang, 28.10.2013

In Den Haag haben Hunderte Demonstranten für den Erhalt der "Zwarte Piet"-Tradition protestiert. Die UN sieht in ihr eine moderne Form des Rassismus.  

In der Niederlande wird gegen das Verbot des "Zwarten Piet" demonstriert. Sie sehen in ihm eine alte Tradition, die frei von Rassismus ist.
 

Hunderte Niederländer haben am Wochenende gegen die Rassismusvorwürfe einer UN-Expertin protestiert und eine Fortsetzung der Tradition schwarzer Nikolaushelfer gefordert. Mehrere Demonstranten sprachen sich dafür aus, dass der "Zwarte Piet" nichts mit Rassismus zu tun hat und einfach zu der Weihnachtstradition des Landes gehört. Die 16-jährige Mandy Roos hatte zu der Aktion in Den Haag aufgerufen. Einer Facebook-Petition von den Aktivisten für den Schwarzen Peter wurde bis Samstagabend (26.10.) über 2,1 Millionen Mal mit "Gefällt mir"-Klicks unterstützt. Bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 16 Millionen ist dies eine wahnsinnige Resonanz.

Schwarzer Helfer gehört zur Tradition

Viele der Demonstranten kamen mit geschwärzten Gesichtern. Traditionsgemäß begleiten junge schwarze Helfer den Nikolaus, wenn er alljährlich im November durchs Land zieht. Sie streuen Pfeffernüsse, bringen Kindern Geschenke und bestrafen die Unartigen.

"Rückkehr zur Sklaverei"

Die jamaikanische Historikerin Verene Shepherd, die bei den UN eine Expertengruppe für Menschen afrikanischer Herkunft leitet, forderte kürzlich die Abschaffung des Brauchs. "Das Fest ist eine Rückkehr zur Sklaverei", kritisierte sie. Es erinnere an die Ausbeutung von Schwarzen in Kolonien. Die große Mehrzahl der Niederländer meint hingegen, die dunklen Gesichter der "Zwarte Pieten" kämen einfach vom Ruß der Schornsteine, durch die sie der Legende nach klettern, um in Wohnungen Geschenkpäckchen abzulegen.

(dpa/fbu)

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