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Radio Hamburg

Regierung bittet um Hilfe

Immer mehr Lecks in Fukushima

Tokio, 07.10.2013

Die Pannen in der Atomruine Fukushima reißen nicht ab. Nach einem erneuten Leck hofft die Regierung auf Hilfe aus dem Ausland.
 

Nach einem erneuten Leck in der Atomruine Fukushima hat die Atomaufsicht den Betreiberkonzern Tepco scharf kritisiert und mehr Einsatz im Umgang mit den steigenden Wassermassen gefordert. Am vergangenen Freitag (04.10.2013) wurde bekannt, dass viele der Wasserspeicher bereits über Lecks verfügen und kontaminiertes Wasser entweichen kann. Um diesen Zwischenfall in den Griff zu bekommen, wurden Arbeitskräfte aus anderen Atomkraftwerken hinzugezogen. Unterdessen fiel in der Atomruine erneut ein Filtersystem für stark verseuchtes Wasser aus.

300.000 Tonnen verseuchtes Wasser

Tepco lagert mehr als 300.000 Tonnen Wasser auf dem Gelände. Es stammt aus der Kühlung der beim Erdbeben und Tsunami 2011 beschädigten Reaktoren. Zusätzlich sickert täglich Grundwasser ein und mischt sich dort mit dem Kühlwasser. Daher pumpt Tepco ständig Wasser ab und lagert es in mittlerweile rund 1000 Tanks, die jedoch bald nicht mehr ausreichen.

Premierminister bittet um Hilfe

Die Hightech-Nation hatte bis jetzt auf fremde Hilfe verzichtet. Nun hat Japans Premierminister Szinzo Abe öffentlich um Hilfe aus dem Ausland gebeten. Die schweren Probleme – neue Lecks, Hunderte Tonnen strahlendes Wasser im Pazifik – haben die Regierung in den vergangenen Wochen stark unter Druck gesetzt und diesen Schritt nötig gemacht. Japan sei bereit, das fortschrittlichste Wissen aus dem Ausland anzunehmen, um die Wasserlecks in den Griff zu bekommen.

Tepco mit Situation überfordert

Die Einsicht, dass Tepco allein nicht mehr zurechtkommt, hat im Hintergrund bereits zu ersten Handlungen geführt: Vor kurzem gründete die Regierung ein Komitee aus Nuklearexperten, um die Stilllegung des AKW Fukushima zu bewerten. Mit dabei sind auch Berater aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Zudem startete das Wirtschaftsministerium eine Ausschreibung: Private Firmen und Gruppen können Lösungsvorschläge einreichen, wie man die hochradioaktiven Wassermassen bekämpfen kann.

(dpa/fbu)

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