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Radio Hamburg

Sturm trifft Indien

Über eine Millionen Menschen evakuiert

Neu Delhi, 13.10.2013
Indien Flut

Dieses Mal hat man sich rechtzeitig auf den Zyklon vorbereitet, viele Menschen wurden rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Trotzdem sind die Zerstörungen an Hab und Gut riesig.

Noch nie wurden so viele Inder in Sicherheit gebracht. Eine ganze Küstenregion wurde wegen des Riesen-Zyklons "Phailin" evakuiert.
 

In der größten Rettungsaktion in der Geschichte Indiens haben die Helfer etwa eine Million Menschen vor einem Riesen-Zyklon in Sicherheit gebracht. Mindestens sieben Menschen starben nach Regierungsangaben in dem Wirbelsturm "Phailin", der in der Nacht zum Sonntag (13.10.2013) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern an der Ostküste des Landes wütete.

Weniger Verluste als 1999

Augenzeugen berichteten von zahlreichen Überflutungen, umgeworfenen Autos und großflächigen Stromausfällen. Viele Menschen in Indien hatten im Vorfeld ähnlich hohe Opferzahlen wie vor 14 Jahren befürchtet. Damals waren bei einem sogenannten Super-Zyklon in derselben Region etwa 15.000 Menschen ums Leben gekommen. "Diesmal hatten wir die Situation besser im Griff", sagte der Parlamentsabgeordnete Jay Panda. Auch der Regierungschef von Orissa, Navin Pattnaik, sagte: "Ich denke, wir waren erfolgreich, den Verlust kostbarer Leben zu minimieren."

Ein Bild der Zerstörung

Der Sturm hinterließ an der Küste eine Spur der Verwüstung. Der gewaltige Wind entwurzelte unzählige Bäume, zerstörte Gebäude und riesige Anbauflächen mit Reis und Zucker. Das Meer drückte nach offiziellen Angaben einige Hundert Meter ins Inland. Der Zyklon traf in einer hügeligeren Region auf Land als der Zyklon von 1999, deshalb waren die Überflutungen weniger großflächig. Außerdem erreichte der Sturm während einer Ebbe die Küste. Die Küstenbewohner verbrachten die Nacht zum Großteil in Schutzunterkünften oder anderen stabilen Gebäuden. Sie sahen Fenster zersplittern und Gebäudeteile herumfliegen, der Wind heulte die ganze Nacht.

Über eine Millionen Menschen evakuiert

Rund 900.000 Menschen wurden im Bundesstaat Orissa in Sicherheit gebracht, etwa 100.000 weitere im Nachbarstaat Andhra Pradesh. Damit sei es die größte Evakuierung, die Indien je gesehen habe. 18 Fischer, die zunächst als vermisst galten, fanden ihren Weg zurück in den Hafen.

Aufräumarbeiten haben begonnen

Rettungs- und Hilfskräfte begannen mit dem ersten Licht am Sonntagmorgen, Straßen freizuräumen sowie Strom- und  Telefonleitungen wieder herzustellen. Auch Ärzte und Medikamente wurden in die betroffene Region entsandt sowie Tausende Essenspakete bereitgestellt. Die Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber am Sonntag zunächst nicht starten. Alle Flughäfen und Bahnhöfe in der Region blieben weiter geschlossen. Der Sturm zog im Verlauf des Sonntags einige Hundert Kilometer nordwestwärts ins Land und brachte weitflächigen Starkregen. Für den Bundesstaat Bihar wurden Flutwarnungen ausgegeben. Die Regenfälle sollten noch bis mindestens Montag weitergehen.

(dpa/fbu)

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