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Radio Hamburg

Blutbad in Pakistan

Anschlag auf Christen in Peshawar

Mindestens 60 Tote , 22.09.2013
Bombenanschlag, Pakistan

Zwei Selbstmordattentäter haben sich am Ende eines Gottesdienstes in einer christlichen Kirche in die Luft gesprengt und ein Blutbad hinterlassen.

Die Gläubigen strömten gerade aus dem Sonntagsgottesdienst in Peshawar, da sprengten sich vor der Kirche zwei Attentäter in die Luft. 

Bei einem Selbstmordanschlag auf Christen vor einer Kirche in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind am Sonntag (22.09.) mindestens 75 Menschen getötet worden.

Attentat zum Abschlussgebet

135 Menschen seien bei dem Doppelanschlag zum Abschluss des Gottesdienst verletzt worden, sagte der diensthabende Arzt im Leady Reading Hospital, Iftikhar Ali. Nach Angaben der Polizei sprengten sich zwei Selbstmordattentäter auf dem Kirchengelände in die Luft.

Der Chef der örtlichen Polizeistation, Muhammed Noor, sagte, in der Kirche sei gerade das Abschlussgebet gebetet worden. Auf dem Areal davor habe zu diesem Zeitpunkt bereits die Verteilung von Essen begonnen gehabt. Dort hätten die beiden Attentäter die Gemeindemitglieder angegriffen. Ali sagte, unter den Toten seien sechs Frauen und drei Kinder im Alter von drei bis acht Jahren. Ein Augenzeuge sagte dem Sender Geo TV, mindestens 600 Gläubige seien zu dem Zeitpunkt auf dem Kirchenareal versammelt gewesen. Nach Polizeiangaben trug jeder der beiden Attentäter sechs Kilo Sprengstoff bei sich. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Im Nordwesten Pakistans verüben Taliban-Gruppen regelmäßig Anschläge. Bischof Sadiq Daniel, der den anglikanischen Kirchen in Pakistan vorsteht, forderte einen besseren Schutz der Gotteshäuser. Er kündigte eine dreitägige Trauer an, bei der alle christlichen Bildungs- und Sozialeinrichtungen geschlossen blieben. In christlichen Krankenhäusern würde nur die Notaufnahme geöffnet. Premierminister Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. Es sei gegen die Lehren des Islam und aller Religionen, Unschuldige anzugreifen, hieß es in einer Mitteilung. "Terroristen haben keine Religion."

Christen klagen über Diskriminierung

Sharif versucht seit seiner Amtsübernahme im Juni, Gespräche mit den pakistanischen Taliban (TTP) in die Wege zu leiten. Bislang sind diese Versuche erfolglos geblieben. Die Taliban setzen ihre Gewalttaten unbeirrt fort. Christen in Pakistan klagen besonders im Zusammenhang mit den international umstrittenen Blasphemiegesetzen des Landes über Diskriminierung. Gezielte Angriffe auf Angehörige der Minderheit oder auf Kirchen sind aber - gemessen an der sonst in Pakistan vorherrschenden Gewalt - verhältnismäßig selten. Nicht-Muslime - darunter fallen neben Christen beispielsweise auch Hindus - stellen weniger als fünf Prozent der rund 180 Millionen Pakistaner. (dpa/apr)