Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Gruppenvergewaltigung

Todesstrafe für vier Angeklagte in Indien

Neu Dehli, 13.09.2013

Im Prozess um die Vergewaltigung einer 23 Jahre alten Studentin in Indien sind die vier volljährigen Angeklagten als Mörder zum Tod verurteilt worden.

Ein Spezialgericht in Neu Delhi verhängte am Freitag (13.9.) die Höchststrafe, die in der indischen Justiz nur in den "seltensten der seltenen Fälle" vorgesehen ist.

Indischer Richter: "teuflische" und "barbarische" Tat

Richter Yogesh Khanna erklärte, es sei ein "bestialisches Verbrechen", dass das Bewusstsein der Gesellschaft wachgerüttelt habe. Der Richter folgte damit dem Antrag des Staatsanwaltes, der die Tat als "teuflisch" und "barbarisch" bezeichnet und die Todesstrafe gefordert hatte. Die Verteidiger der 19 bis 26 Jahre alten Männer hatten eine Haftstrafe gefordert und mildernde Umstände wie etwa ihr Alter angeführt.

Des Mordes und der Gruppenvergewaltigung schuldig gesprochen

Die vier Männer hatten mit zwei weiteren Tätern die 23-jährige Inderin im Dezember in einem Bus entführt, vergewaltigt und unter anderem mit einer Eisenstange so stark verletzt, dass sie zwei Wochen später daran starb. Am Dienstag (10.9.) hatte Richter Yogesh Khanna die Männer bereits des Mordes, der Gruppenvergewaltigung, Entführung und zahlreicher anderer Straftaten für schuldig befunden.

Demonstrationen in Indien

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Verteidiger wollen Berufung einlegen. Das Verbrechen an der Studentin am 16. Dezember 2012 hatte ganz Indien aufgeschreckt und zu wochenlangen Protesten gegen Vergewaltigungen und Demonstrationen für mehr Frauenrechte geführt. Auch am Freitag standen wieder Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude und forderten den Strang für die Vergewaltiger. Erst Ende August wurde bekannt, dass eine F rau in Indien von fünf Männern vergewaltigt worden war. Einige Tage später wurde eine junge Polizistin vergewaltigt.

 

(dpa/mgä)