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Radio Hamburg

Syrien-Konflikt

UN-Bericht beweist Einsatz von Chemiewaffen

New York, 17.09.2013
Ban Ki-Moon zum UN-Bericht

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon trägt die Ergebnisse zum Chemiewaffeneinsatz in Syrien vor.

Trotz UN-Bericht, der den Einsatz vom tödlichen Nervengift Sarin bestätigt, verlangen Russland und China mehr Beweise.

Die UN-Waffeninspektoren fanden eine Rakete, die noch im Krater steckte, eingeschlagen hinter einem Wohnheim in Muadamija. Weitere Trümmer wurden in der Umgebung gefunden und beinhalteten Spuren von dem tödlichen Nervengift Sarin. Auch sollen Untersuchungen, von den ca. 50 Überlebenden, den Einsatz des Giftes bewiesen haben.

Bericht beinhaltet keine Schuldzuweisung

Der UN-Bericht gibt ausführliche Antworten zu den Funden vor Ort, doch eine deutliche Schuldzuweisung ist nicht Teil des Berichts. Während die USA, Frankreich und Großbritannien die Täterschaft des Assad-Regimes eindeutig bewiesen sehen, zweifelt Russland daran und hält seinem Partner Syrien die Stange. Auch die UN-Vetomacht China will den UN-Bericht zunächst "sorgfältig studieren". Es könnte sich bei dem Giftgaseinsatz vom 21. August durchaus um eine Provokation von Assad-Gegnern handeln, betonte Russlands Außenminister Lawrow. Er fordert eine genaue Analyse des Berichts sowie weitere Untersuchungen über mögliche Chemiewaffeneinsätze.

"Die Ergebnisse sind überweltigend und unbestreitbar", sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon Dienstag (17.09.) gegenüber der Weltpresse. 

Der Westen hält eindeutig das Assad-Regime für schuldig

Für den Westen hingegen ist die Schuldfrage geklärt. "Dieser Bericht beweist die Verantwortung des Assad-Regimes für die Chemie-Attacke", sagte der französische Außenminister Fabius in Moskau. Der britische Außenminister William Hague forderte Russland auf, "sein volles Gewicht" auf die Umsetzung der mit den USA ausgehandelten Vereinbarung zu legen. Nach der Genfer-Vereinbarung von Samstag (14.09.) sollen alle syrischen Chemiewaffen vernichtet werden. Dieser sieht zunächst eine Auflistung über Zahl und Art von allen vorhandenen Chemiewaffen vor. Dazu habe Syrien eine Woche Zeit. Bis Mitte 2014 sollen dann alle Chemiewaffen vernichtet sein.

Weitere Gipfeltreffen sind geplant

Kommende Woche findet die alljährliche UN-Vollversammlung in New York statt. Es werden Staatschefs aus der ganzen Welt erwartet. Am Rande sollen separate Gipfeltreffen bezüglich der Syrien-Frage stattfinden, um die bestehende Vereinbarung zu festigen und das weitere Vorgehen zu diskutiert.

(dpa/vun)

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