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Radio Hamburg

Ägypten

683 Islamisten zum Tode verurteilt

Minia, 28.04.2014
RHH - Expired Image

Unter großen Sicherheitsvorkehrungen wurden am Montag (28.04) die Todesurteile gegen 683 Islamisten verlesen.

Beim größten Prozess in der Geschichte Ägyptens sind am Montag (28.04) 683 Islamisten zum Tode verurteilt worden.

Erst Ende März 2014 sind in Ägypten 528 Islamisten zum Tode verurteilt worden. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurden am Montag (28.04) in der oberägyptischen Stadt Minia erneut knapp 700 Menschen schuldig gesprochen wurden. Ihnen droht nun die Todesstrafe. Sie sollen nach dem Sturz von Ex-Präsident Mursi durch das Militär gewaltsam protestiert und dabei einen Polizisten getötet haben.

Oberhaupt der Muslimbrüder verurteilt

Prominentestes Mitglied der 683 verurteilten Islamisten ist das Oberhaupt der ägyptischen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie. Nach Angaben der Verteidiger wurden die meisten Angeklagten in Abwesenheit verurteilt. Nur 70 der schuldig gesprochenen Islamisten befänden sich laut Behördenangaben im Gewahrsam der Justiz. Die Richtersprüche sind noch nicht rechtskräftig und müssen zudem noch von Ägyptens Mufti, dem obersten islamischen Rechtsgelehrten, bestätigt werden.

Scharfer Protest der Bundesregierung

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes erklärte nach dem Richterspruch, dass man die Todesstrafe als Instrument des Strafrechts kategorisch ablehne. Der Linken-Außenpolitiker Stefan Liebich betonte, dass die Urteile Zeugnis dafür seien, dass drei Jahre nach der Revolution Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Ägypten nichts gelten würden. Er bezeichnete den Prozess als "dubioses Massenverfahren".

(dpa/san)

 

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