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Radio Hamburg

Amoklauf

Vier Tote auf US-Militärstützpunkt

Fort Hood, 03.04.2014
Fort Hood, US-Militärstützpunkt, Amoklauf, 02.04.2014, Getty Images

Auf dem US-Militärstützpunkt hat es erneut einen Amoklauf mit Toten und Verletzten gegeben.

Auf dem US-Militärstützpunkt hat es erneut einen Amoklauf mit Toten und Verletzten gegeben.

Ein Soldat hat bei einem Amoklauf auf der US-Militärbasis Fort Hood in Texas drei Kameraden erschossen und 16 weitere teilweise schwer verletzt. Anschließend tötete der Mann sich selbst, sagte der Kommandeur des Stützpunktes, Mark Milley, am späten Mittwochabend (Ortszeit). Zwar seien die Hintergründe des Verbrechens unklar, es gebe aber derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Täter hatte mentale Probleme

Der Täter, der verheiratet gewesen sei, habe mentale Probleme gehabt, sei behandelt worden. 2011 habe er im Irak gedient, er habe aber nicht unter posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gelitten. Während der Tat habe er militärische Tarnkleidung getragen, die Waffe habe er erst kürzlich gekauft. Während der Schießerei herrschte unter den Menschen auf der Basis Angst und Schrecken. Es heulten Sirenen, die Menschen wurden über Lautsprecher aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. "Die Menschen wurden zu Ambulanzen getrieben, über den Köpfen kreisten Hubschrauber", berichtete ein Augenzeuge dem TV-Sender CNN. "Das Gefühl der Angst lag in der Luft."

Es habe lediglich etwa 15 Minuten gedauert, bis Sicherheitskräfte vor Ort waren. Eine Soldatin habe den Täter gestellt. "Er hob seine Hände, dann griff er unter sein Jackett und richtete eine Waffe auf seinen Kopf", berichtete Milley.

Zweiter Amoklauf nach 2009

Alle Opfer seien Soldaten, sagte Milley. Mindestens drei Verletzte befänden sich in kritischem Zustand, berichteten Krankenhausärzte. Bereits 2009 hatte ein Soldat ebenfalls bei einem Amoklauf in Fort Hood 13 Menschen getötet und rund 30 verletzt. Auch damals waren die meisten Opfer Soldaten. Bei dem Amokläufer vor fünf Jahren handelte es sich um den Militärpsychiater Nidal Hasan, der im vergangenen August zum Tode verurteilt wurde. Es hieß, es solle Kontakte zu radikalen Islamisten gehabt haben.

Obama ist erschüttert

Präsident Barack Obama äußerte sich erschüttert. "Es bricht uns das Herz, dass so etwas Ähnliches wieder passiert sein könnte", sagte er mit Blick auf die Toten vor fast fünf Jahren. "Wir verfolgen die Situation genau", sagte er in Chicago. Es seien viele Fragen offen, fügte Obama in Chicago hinzu. Er forderte eine genaue Aufklärung.

(dpa / ste)

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