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Radio Hamburg

Bluttat in Pennsylvania

16-Jähriger sticht auf Mitschüler ein

Pittsburgh, 09.04.2014
RHH - Expired Image

An der Franklin Regional High School in der Stadt Murrysville (Pennsylvania) wurden bei einem Amoklauf 20 Schüler teils schwer verletzt.

Ein Schüler hat mit einem Messer an einer High-School im US-Staat Pennsylvania mindestens 20 Mitschüler verletzt.

Vor einer Woche erschütterte der Amoklauf von Fort Hood Amerika, jetzt ging ein 16-Jähriger mit einem Messer auf Mitschüler los. Es gab mehr als 20 Verletzte. Warum konnte der Junge nicht gestoppt werden?

20 Mitschüler verletzt

Ein 16-Jähriger hat mit Messern an einer High-School in den USA mehr als 20 Mitschüler und einen Wachmann verletzt. Es gab acht Schwerverletzte. Der Täter wurde laut Polizei gefasst und mit Schnittwunden an den Händen ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die verletzten Schüler seien zwischen 14 und 17 Jahren alt. Das Motiv hinter der Tat vom Mittwoch in Murrysville (Pennsylvania) blieb zunächst unklar. Massaker mit Messern an US-Schulen sind eine Seltenheit, oft gehen Amokläufer mit Schusswaffen vor.

Gegen den 16-Jährigen wurde von einem Richter in vier Fällen wegen versuchten Mordes sowie schwerer Körperverletzung in 21 Fällen Haftbefehl erlassen, berichteten US-Medien.

Chaos und Panik an Highschool

Der mit zwei Messern Bewaffnete löste an der Franklin Regional High School Panik und Chaos aus. "Es gab Blut vom Eingang der Schule bis zur Rückseite des Gebäudes", berichtete ein Polizist vor Ort dem lokalen Radiosender KDKA. "Ich hörte nur Schreie. Jemand sagte: Da hat jemand ein Messer", sagte eine 16 Jahre alte Schülerin. "Dann rannten wir, so schnell wir konnten."

Das Verbrechen ereignete sich genau eine Woche nach dem Amoklauf eines Soldaten auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas. Der Täter erschoss damals drei Soldaten und anschließend sich selbst, 16 Soldaten wurden verletzt. US-Präsident Barack Obama flog am Mittwoch (9.04) zur Trauerfeier.

FBI eingeschaltet

In Pennsylvania ging der 16-Jährige kurz vor Schulbeginn um 7.15 Uhr mit einem Messer in jeder Hand wahllos auf Mitschüler los, die sich in den Fluren der Schule und Klassenzimmern befanden. Daraufhin wurde Feueralarm ausgelöst, was die Evakuierung erleichterte,  berichtete Thomas Seefeld, Polizeichef der Stadt. Die Opfer seien in mehreren Räumen attackiert worden. Auch die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein. Viele der Verletzten hatten tiefe Schnittwunden, wie Krankenhausärzte berichteten. Mehrere Opfer mussten notoperiert werden. "Die Wunden waren mehr als fünf Zentimeter groß", sagte Krankenhauschef Christoph Kaufmann. Es müsse sich um eine sehr große und scharfe Klinge gehandelt haben.

Erste Kommentatoren im US-Fernsehen fragten sich, warum der Täter nicht aufgehalten wurde. "Wie kann ein 16-Jähriger mit einem Messer so viel Chaos anrichten?", fragte eine Reporterin des TV-Senders CNN. Der 60-jährige Wachmann habe vergeblich versucht, einzugreifen, sagte der Polizeichef. Der Täter habe ihm ein Messer in den Bauch gestoßen. Schüler informierten daraufhin einen zweiten Wachmann, der sich auf dem Parkplatz der Schule aufgehalten habe. Dieser konnte den Täter gemeinsam mit einem Schulangestellten überwältigen.

Wie kann ein 16-Jähriger mit einem Messer so viel Chaos anrichten?

Der Schulleiter, Gennaro Piraino, sagte, man müsse die Sicherheitsvorkehrungen verbessern. Allerdings fügte er wörtlich hinzu: "Im Großen und Ganzen hat der Sicherheitsplan aber funktioniert, wir haben kein Leben verloren." Die Schule werde die
 nächsten Tage geschlossen bleiben, sagte Piraino.

In den USA kommt es immer wieder zu blutigen Überfällen und Massakern an Schulen und Universitäten, in aller Regel werden diese aber mit Schusswaffen begangen. Die vergangene größere Tat dieser Art geschah im Dezember 2012 in Newtown in Connecticut. Damals erschoss ein junger Amokläufer 20 Grundschüler und sechs Erwachsene.

(dpa/mgä)