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Radio Hamburg

Chile

Heftiges Erdbeben fordert Menschenleben

Santiago de Chile, 02.04.2014
RHH - Expired Image

Ein Beben von der Stärke 8,2 auf der Richterskala hat den Norden Chiles erschüttert und einen Tsunami ausgelöst.

Ein Erdbeben der Stärke 8,2 vor der chilenischen Küste hat am Dienstagabend (01.04) für mehrere Tote und eine Tsunami-Warnung gesorgt.

Das Epizentrum des Bebens befand sich nach Angaben der chilenischen Erdbebenwarte (CSN) in 38,9 Kilometer Tiefe rund 100 Kilometer vor der nordchilenischen Küste zwischen den Städten Arica und Iquique. Es ist damit das stärkste Beben in der Region seit 150 Jahren. Zu spüren waren die Erschütterungen sogar noch in der fast 500 Kilometer entfernten bolivianischen Hauptstadt La Paz. In der ersten Stunde nach dem Beben um 20:46h Ortszeit wurden außerdem mehrere starke Nachbeben mit einer Stärke jenseits von bis zu 6,0 auf der Richterskala verzeichnet.

Mehrere Tote

Das heftige Erdbeben hat nach derzeitigem Stand mindestens sechs Menschenleben gefordert. Dies erklärte der chilenische Innenminister am Mittwoch (02.04). Die meisten Todesopfer gab es in den am stärksten betroffenen Städten Iquique (160.000 Einwohner) und Arica (210.000 Einwohner) im Norden des Landes.

Tsunami-Warnung

Direkt nach dem Beben wurde für die südamerikanische Pazifikküsten von Chile über Peru bis Ecuador auf einer Länge von 5000 Kilometer eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Knapp eine Million Menschen wurde im Norden Chiles deshalb in höher gelegene Gebiete evakuiert und dazu aufgefordert sich in Sicherheit zu bringen. Eine ein bis zwei Meter hohe Welle traf nach den Erschütterungen die Küste. Kurze Zeit später wurde die Warnung wieder aufgehoben und die Betroffenen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Die Nacht hatten viele im Freien oder in Stadien verbracht. "Es hat keine große Zerstörung gegeben", sagte der chilenische Katastrophenschutz, nachdem die Welle an der Küste eingetroffen war. In den Häfen wurden allerdings Dutzende Boote zerstört.

Nur leichte Zerstörungen

Trotz der Schwere des Bebens wurden nur wenige Schäden aus den betroffenen Gebieten gemeldet. Neben Stromausfällen, seien in der nordchilenischen Stadt Iquique zwei Brände ausgebrochen und mehrere Straßen durch Erdrutsche beschädigt wurden, berichtet der Rundfunksender "Bio Bio". In Iquique konnten zudem 300 Frauen aus dem Gefängnis entkommen, nachdem durch das Beben die Gefängnismauern beschädigt worden waren. Etwa 40 von ihnen konnten inzwischen wieder festgenommen werden.

Militär patrouilliert im Katastrophengebiet

Um Plünderungen zu verhindern und bei Aufräumarbeiten zu helfen ist, ist in den stark betroffenen Gebieten im Norden des Landes das chilenische Militär unterwegs. Die Gebiete wurden deshalb von der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet zum Katastrophengebiet erklärt.

Häufig Erdbeben in Chile

Im November 2010 wurde Südchile von einem starken Erdbeben der Stärke 8,8 erschüttert. Dabei bekamen mehr als 500 Menschen ums Leben. Chile befindet sich an der Grenze zweier tektonischer Platten. Dort trifft die Nazca-Platte auf die südamerikanische Platte.

(dpa/ san)

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