Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Krise in der Ukraine

Weitere Landesteile wollen die Abspaltung

Kiew/ Donezk, 07.04.2014
RHH - Expired Image

In der ostukranischen Millionenstadt Donezk haben prorussische Separatisten eine souveräne Volksrepublik ausgerufen.

Im russischsprachigen Osten der Ukraine verliert die neue Regierung zunehmend die Kontrolle. Prorussische Separatisten wollen weitere Landesteile abspalten.

Nach der Abspaltung der Schwarzmeerhalbinsel Krim von der Ukraine gerät die Situation nun auch im mehrheitlich russischsprachigen Teil der Ukraine allmählich außer Kontrolle. Am Wochenende haben prorussische Separatisten mehrere öffentliche Gebäude im Osten des Landes gestürmt und sich für eine Angliederung der Landesteile an Russland starkgemacht. Betroffen von den Protesten sind neben den beiden Millionenstädten Donezk und Lugansk auch die zweitgrößte Stadt des Landes Chrkow.Sieben Wochen vor den Präsidentschaftswahlen zeigt sich, wie instabil die Ukraine derzeit ist.

Souveräne Volksrepublik

In der russischsprachigen Millionenstadt Donezk riefen die Demonstranten am Montag (07.04) eine souveräne Volksrepublik aus, besetzen öffentliche Gebäude und hissten die russische Flagge. Für den 11. Mai haben die Abtrünnigen ein Referendum über den Anschluss an Russland angekündigt. Außerdem forderten sie Russlands Präsidenten Wladimir Putin dazu auf, "Friedenssoldaten" in die entsprechenden Regionen zu entsenden. Die Situation in den östlichen Landesteilen lässt sich allerdings nur schwer mit der Halbinsel Krim vergleichen. Weder gibt es in den ostukrainischen Landesteilen eine breite Mehrheit für den Anschluss an Russland, noch haben die Russen keine Truppen in den der Region stationiert. Russland hat die ausgerufene Volksrepublik bisher noch nicht anerkannt.

Anti-Terror-Einsatz?

In Kiew drohte der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow damit, mit harten Maßnahmen auf die Separationsbewegung zu reagieren. Außerdem warf er Russland vor, es wolle "die Situation im Staat destabilisieren" und das Land in Teile reißen. Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko betonte bei einem Besuch in Donezk, dass es sich bei Protestierenden um bezahlte Provokateure handeln würde.

Russland weist Schuld von sich

Unterdessen hat Russland jegliche Schuld von sich gewiesen und erklärt, dass man mit den aktuellen Problemen in der Ukraine nichts zu tun habe und nicht dafür verantwortlich gemacht werden könne. Putin erneuerte jedoch angesichts der Krise seine Förderung die Ukraine in einen föderalen Staat zu verwandeln, in dem die einzelnen Landesteile ein weitgehendes Recht auf Selbstbestimmung haben könnten.

Bundesregierung besorgt

Der Westen blickt mit Sorge in die Ukraine. So teilte der Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert in Berlin mit, dass alle Beteiligten dazu beitragen müssten, die Region zu stabilisieren und eine weitere Eskalation zu vermeiden. Zugleich drohte er Russland mit einer weiteren Sanktionsstufe. 

Lest auch: Krim-Krise: Beobachtermission in der Ukraine beschlossen

Ein kleiner Hoffnungsschimmer in der Krim-Krise: Nach zähem Ringen hat Russland einer Beobachtermission der OSZE ...

(dpa/san)

comments powered by Disqus