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Radio Hamburg

U-Bahn-Streik

Verkehrschaos in Millionenmetropole London

London, 29.04.2014
London U-Bahn-Streik

Chaotische Szenen in der Londoner Underground am Dienstagmorgen aufgrund des Streiks der U-Bahn-Mitarbeiter.

In London streiken die Mitarbeiter der U-Bahn bis Mittwoch (30.04) gegen die Pläne für einen massiven Stellenabbau. Der Stadt droht ein Verkehrskollaps.

Volle Bahnsteige gehören in der Londoner Underground dazu, so voll wie am Dienstag (29.04) war es allerdings schon lange nicht mehr. Durch einen weiträumigen Streik der U-Bahn-Bediensteten wurde die morgendliche Rush-Hour für Hunderttausende Pendler zur stundenlangen Tortur. Bis Mittwochabend (30.04) soll weitergestreikt werden. Und für nächste Woche ist bereits der nächste Protest angekündigt. Der chronisch verstopften Millionenmetropole London droht der Verkehrsinfarkt.

Streik gegen Stellenabbau

Mit dem Streik reagiert das U-Bahn-Personal auf die Absicht der öffentlichen Verkehrsbetriebe, zahlreiche Fahrkartenschalter an den Bahnhöfen zu schließen und durch Fahrkartenautomaten zu ersetzen. Bis zu 960 Stellen würden dadurch verloren gehen. Von Montagabend (28.04) setzten die meisten Mitarbeiter ihre Arbeit aus. Die Nahverkehrsbehörde "Transport for London" (TfL) bezeichnete den Protest als "sinnlosen Streik".

Nur 40 Prozent der Züge unterwegs

Am Dienstagmorgen (29.04) kam es an den Bahnhöfen der Themse-Metropole teilweise zu chaotischen Zuständen. Zwei der elf U-Bahnlinien wurden überhaupt nicht bedient, auf den meisten anderen fuhren deutlich weniger Züge. Laut Aussage der TfL konnten nur 40 bis 50 Prozent der Züge fahren. Schon an normalen Tagen reicht die Kapazitäten zu morgendlichen und abendlichen Rush-Hour kaum aus. Auch fahren die U-Bahnen im Allgemeinen während des Streiks nur von 7 Uhr bis 11 Uhr abends.

Chaotische Szenen

Hunderttausende Londoner kamen am Dienstag zu spät zur Arbeit und mussten sich ihren Platz in den U-Bahn-Zügen regelrecht erkämpfen. Neben brechend vollen Zügen aus den Vorstädten bildeten sich bereits am frühen Dienstagmorgen vor Betriebsbeginn auf den Londoner Bahnhöfen lange Schlangen. Auch auf den Ausweichstrecken ging phasenweise nichts mehr. Zahlreiche Bahnhöfe wurden wegen des Streiks komplett geschlossen, da durch die fahrenden Züge nicht mehr das gesamte netz abgedeckt werden konnte. Auch der Flughafenexpress zum Flughafen Heathrow wurde bestreikt.

8000 Doppeldeckerbusse auf den Straßen

Mit bis zu 8000 roten Doppeldeckerbussen versuchte die Londoner Nahverkehrsbehörde, das Chaos in Grenzen zu halten. Zwar waren damit so viele Busse wie noch nie zuvor in der Geschichte Londons auf den Straßen unterwegs, doch auch dies half nur wenig. Ab Donnerstag soll vorerst alles wieder normal laufen, doch ist für Dienstag (06.05) bereits der nächste Streik angekündigt.

(dpa/san)

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