Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Ebola in Westafrika

Auswärtiges Amt fordert Deutsche zur Ausreise auf

Berlin/Adis Abeba, 13.08.2014
RHH - Expired Image

Guter Schutz ist für medizinisches Personal in Westafrika zurzeit Voraussetzung.

Alle deutschen Staatsbürger, die sich in den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia aufhalten, werden zur Ausreise aufgefordert.

Das Auswärtige Amt hat wegen der Ebola-Epidemie alle deutschen Staatsbürger zur Ausreise aus den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia aufgefordert. Das gelte ausdrücklich jedoch nicht für medizinisches Personal, das dringend zur Bekämpfung des Virus' benötigt werde, sagte ein Sprecher in Berlin. Auch die deutschen Vertretungen blieben weiterhin geöffnet. Diesen Schritt beschloss der Krisenstab der Bundesregierung wegen der noch immer kritischen Lage in dem Gebiet.

Ebola-Mittel "ZMapp" gefragt

Unterdessen hat auch Nigeria um die Lieferung des experimentellen Ebola-Mittels "ZMapp" gebeten. Die Regierung habe sich bei der US-Gesundheitsbehörde CDC gemeldet, um das Medikament zu erhalten und Patienten damit behandeln zu können, sagte Nigerias Informationsminister Labaran Maku. Eine Antwort aus den USA stehe noch aus. Liberia hatte Anfang der Woche die Zusage aus den USA erhalten, mit "ZMapp" zwei infizierte Ärzte behandeln zu können. Danach hatte der Hersteller Mapp Biopharmaceutical allerdings mitgeteilt, seine Vorräte seien vorerst erschöpft. Es werde Monate dauern, die Produktion hochzufahren, hatte der US-Sender CNN kürzlich einen
Unternehmenssprecher zitiert.

Vorbeugende Mittel stehen zur Verfügung

Auch bei anderen möglicherweise einsetzbaren Präparaten sind die verfügbaren Mengen bei weitem nicht groß genug, um damit Hunderte Patienten behandeln zu können. Vorbeugende Mittel wären hingegen zumindest begrenzt vorhanden: Schätzungsweise 800 bis 1000 Dosen Impfstoff könnten nach Westafrika gebracht werden, sagte der stellvertretende Leiter der kanadischen Gesundheitsbehörde, Gregory Taylor. Auch dieser Wirkstoff wurde noch
nicht in klinischen Studien am Menschen getestet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte den Einsatz kaum erprobter Medikamente jedoch als ethisch vertretbar eingestuft.

Aus Nigeria wurde unterdessen ein dritter Ebola-Toter gemeldet. Ein 36-jähriger Mitarbeiter sei in Lagos gestorben, teilte die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas mit. Er habe Kontakt zu dem infizierten Berater der liberianischen Regierung gehabt, der im Juli nach Lagos geflogen und am Flughafen zusammengebrochen war. Der Ecowas-Mitarbeiter habe seither unter Quarantäne gestanden, hieß es weiter. Mehr als 100 Menschen stehen in Nigeria derzeit unter Beobachtung.

Ghana verstärkt Kontrollen

Verschärfte Vorsorgemaßnahmen wurden jetzt aus Ghana gemeldet. Bildungsministerin Jane Naana Opoku Agyemang wies die Hochschulen des Landes an, das kommende Semester zwei Wochen später beginnen zu lassen. Zudem soll eine Einsatztruppe an den Grenzen mit Temperaturmessungen verhindern, dass mit Ebola infizierte Studenten zum Semesterstart einreisen. Dies sei eine Maßnahme von vielen, mit denen eine Ausweitung der Ebola-Epidemie in Westafrika auf Ghana verhindert werden soll. Demnach soll es zudem vorerst keine internationalen Konferenzen und öffentliche Großveranstaltungen geben. Bis zum 9. August hatten die Behörden der betroffenen Länder der WHO
1800 bestätigte und Ebola-Verdachtfälle gemeldet, mehr als 1000 Tote waren registriert. (dpa)

comments powered by Disqus